Wichtige Entscheidung: Wahl einer NGO

Wichtige Entscheidung: Wahl einer NGO

Eine Woche voller wunderschöner Erlebnisse und schwieriger Entscheidungen liegt hinter uns. Die Woche begann mit einer Fahrt über ungemütliche Schotter- und Sandpisten in die Region „Norte de Potosí“. In Sacaca baut die NGO Voserdem eine neue Berufsschule mit beeindruckend vielseitigem Konzept, welches unter anderem Aufforstung, sowie Ansätze zur Selbstversorgung und Verbreitung ökologischer Denkansätze an die anliegend lebende Bevölkerung beinhaltet. In vielen Schulen der Region unterhält Voserdem bereits seit geraumer Zeit Garküchen, um die Grundversorgung der Kinder zu sichern.

Die Ausblicke von den Andenpässen auf dem Weg in die abgelegene Hochlandregion werden durch beeindruckende Farben und Strukturen geprägt. Wir sind von der Arbeit der NGO und der Natur gleichermaßen begeistert. Da konnte auch die Blockade auf dem Rückweg, bei Einfahrt in die Stadt Cochabamba, die Stimmung nicht mehr trüben. Wir mussten das Auto stehen lassen, die Blockade umgehen und dann mit einem Taxi nach Hause fahren.

Als weiterer Termin stand ein Besuch verschiedener Schulen in Cochabamba auf dem Programm, in denen die Fundación SODIS Hygiene- und Wasseraufbereitungsprojekte entwickelt. Auch hier sammelten wir positive Eindrücke der Arbeit eines möglichen Partners. 

Zum Ende der Woche sollten wir dann mit Hilfe von rationalen Werkzeugen, wie Nutzwertanalysen, aber auch quantitativen Diskussionen und einer kleinen Portion Bauchgefühl entscheiden, wer der dritte Partner nach der Berufsschule Sayarinapaj von der Fundación Cristo Vive und uns wird. Die Entscheidung und der Weg dahin kostete uns einen vollen Tag und war alles andere als einfach, da alle drei NGOs gute bis sehr gute Eindrücke hinterlassen hatten und wir uns die Zusammenarbeit mit allen Dreien sehr gut vorstellen konnten.

Letztendlich fiel unsere Entscheidung auf SODIS, mit der wir denken, einen fähigen Partner für die ersten und hoffentlich auch folgenden Projektzyklen gefunden haben. Ihre Methoden und Erfahrungen im Bereich technischer Projektierung zur Begegnung von Armutsproblematiken haben uns überzeugt. 

Anfang nächster Woche werden dann zum ersten Mal alle Projektpartner für Verhandlungen an einem Tisch zusammenkommen, worauf wir uns schon sehr freuen.

22.05.2014 23:09, Philipp Blanke