Gemeinsam kann der Kompost gestartet werden

Gyebale ko! (Hallo)
Obwohl unser letzter Bericht erst vor wenigen Tagen erschien, gibt es bereits neue Fortschritte an der St. Mark Kikandwa Primary School! Auf der Baustelle wurden inzwischen die Wände hochgezogen, und man kann sich das fertige Gebäude bereits gut vorstellen. Der Treppenaufstieg verleiht dem Bau schon jetzt einen imposanten Eindruck.
In den letzten Tagen hatten wir die Gelegenheit, mit den Schüler*innen zu arbeiten. Mithilfe von Fragebögen und spielerischen Aufgaben haben wir ihr Wissen über die richtige Nutzung der Trockentrenntoiletten geprüft. Die Kinder waren sehr engagiert und konnten die erforderlichen Schritte meist korrekt zuordnen. In den anschließenden persönlichen Gesprächen erhielten wir wertvolles Feedback, das uns hilft, unsere Schulungen künftig noch zielgerichteter zu gestalten.
Auch auf organisatorischer Ebene gab es wichtige Fortschritte. Wir führten offene und produktive Gespräche zu Themen wie Wartung, Instandhaltung und der langfristigen Finanzierung der Trockentrenntoiletten. Der Austausch mit der Schulgemeinschaft war intensiv und hat uns einen wichtigen Schritt weitergebracht, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern.
Das Hauptthema der Woche war jedoch die Kompostierung. Unsere neuen Caretakerinnen wurden zunächst theoretisch geschult und zeigten großes Interesse an den vermittelten Inhalten. Anschließend ging es in die praktische Umsetzung: Gemeinsam leerten wir die Kotkammern der Jungentoiletten, die wir im letzten Jahr gebaut haben. Diese Arbeit wurde im Team bewältigt, und es war schön zu sehen, wie alle anpackten – ausgestattet mit Overalls, Gummistiefeln und Handschuhen. Der Kot wurde in die Komposter gefüllt und schichtweise mit organischem Material bedeckt, unter anderem mit Bananenblättern, die von den Schüler*innen im Schulgarten gesammelt wurden. Die Kinder wollten auch danach noch mithelfen und konnten die Caretakerinnen beim Zerkleinern der Blätter unterstützen.
Die Bakterien im Kompost arbeiten nun schon seit einigen Tagen und wir überwachen die Temperatur täglich, denn durch die Hitze der Degradation werden die schädlichen Bakterien abgetötet. So können wir einen richtigen Kompostierungsprozess sicherstellen. Gleichzeitig sammeln wir wichtige Daten, die für uns und zukünftige Projekte von großer Bedeutung sind.
Zum Abschluss der Woche hatten wir das Vergnügen, ein Fest an der Schule mitzuerleben, das an ein Erntedankfest erinnerte. Der Anlass war die Verabschiedung der Schüler*innen der Stufe P7. Für uns war das ein besonders schöner Moment: Der Kompost, den wir gerade anlegen, wird in Zukunft dabei helfen, den Schulgarten zu düngen. Vielleicht gestalten wir so bereits das nächste Fest mit?
Mit großer Vorfreude blicken wir nun auf die kommende Woche und hoffen, bald mit weiteren Fortschritten – vielleicht sogar mit Bildern des fertigen Dachs – berichten zu können.
Tulabe omulundi oguddako (Bis zum nächsten Mal)!
Beera Bulungi (Tschüss)!





