Pumpversuch für die Frischwasserplanung


Der erste Anlauf war leider nicht zielführend. Das beauftragte Unternehmen hat die Testmethoden nicht nach geltenden Standards bzw. unseren Anforderungen durchgeführt. Die bereitgestellten Teilergebnisse waren somit keine aussagefähigen Grundlagen für eine Frischwasserplanung. Der Pumpversuch musste deswegen leider wiederholt werden. Dieser Umstand hat auch unsere Planungsarbeiten verzögert.

Über unsere Mitgliederkontakte und unseren Projektpartner Tigal Water Splash (TWS) in Kenia machten wir uns auf die Suche nach einem qualifizierten Unternehmen, um den wichtigen Brunnentest ordnungsgemäß und zeitnah durchzuführen. Als Favorit hat sich Topmast Engineering herauskristallisiert, welches auch kurzfristig eine Brunnenuntersuchung noch vor dem Jahresende vornehmen konnte.


In der Zwischenzeit gab es erhebliche Stürme in Sekenani, welche das Brunnendach mit den Solarpaneels beschädigten, das daraufhin wieder instandgesetzt werden musste. Als Alternative sollte für die Stromversorgung der Generator der Schule eingesetzt werden, welcher leider zu diesem Zeitpunkt defekt war. Für den Anschluss an der nächsten Stromquelle musste ein langes Kabel in Narok besorgt werden, um dann endlich mit dem Pumpversuch beginnen zu können.


Die Mitarbeiter von Topmast Engineering waren sehr engagiert und hatten bis spät in die Nacht die Vorgaben für den Pumpversuch abgearbeitet. Im Verlauf der Arbeiten hat sich die Pumpe gelöst, steckte im Bohrloch fest und musste geborgen werden. Zusätzlich ist durch die Pumpbelastung auch noch ein Rohr gebrochen, welches ersetzt werden musste. Auch aufgrund stark einsetzenden Regens wurden die Arbeiten unterbrochen, und die Arbeiter waren gezwungen, neue trockene Kleidung anzulegen. All diese unvorhergesehenen Ereignisse konnten in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner TWS gemeistert werden.
Auch wenn der Pumpversuch abschließend nicht das von uns erhoffte Ergebnis gebracht hat, so haben wir jetzt Klarheit für die nächsten Planungsschritte. Der vorhandene Tiefbrunnen spendete auf Dauer nur < 100 l/h. Damit wir die Trinkwasserversorgung nachhaltig gewährleisten können, haben wir einen Bedarf von 7.000 l/Tag ermittelt.
Für diesen möglichen Bedarfsfall hatten wir schon bei früheren Überlegungen einen Standort für einen weiteren Tiefbrunnen markiert. Für den neuen Tiefbrunnen, welcher bis zu einer Tiefe von 200 m reichen soll, wird noch eine Hydrogeologische Untersuchung erfolgen. Auch das vorgefundene harte und salzige Wasser wird in den weiteren Planungen berücksichtigt, um eine qualitative Wasserversorgung für die Zukunft zu gewährleisten.