Es geht zügig voran mit der Planung der Erkundungsreise.

Es geht zügig voran mit der Planung der Erkundungsreise.

Steffen Mörbitz ist bereits fast ein Einheimischer in Bondalem, Bali und erkundet weiter die Insel, knüpft Kontakte und organisiert Workshops für Schulen und Organisationen zum Thmea Abfall. Aus Berlin unterstützen wir ihn mit voller Kraft. Mit Gladys Setyamukti und George Teke  haben wir zwei hervorragende und engagierte Forscher als Mitstreiter unseres Projekts gefunden. Nach Absolvieren des Projektdurchführungslehrgangs, der laufenden Klärung der Visa-Angelegenheiten sowie der vorgeschriebenen medizinischen Untersuchung und Impfungen ist der Beginn der Erkundung nun für Ende April/Anfang Mai angesetzt.

Während die Projektgruppe in Berlin den Fahrplan für die eigentliche Erkundungsreise festlegt, entwickelten sich die Dinge in Bondalem. Steffen Mörbitz nutzte die letzten Wochen, um die in Bondalem und Umgebung sowie in den Nachbarorten existierenden öffentlichen und privaten Strukturen der organisierten Abfallentsorgung zu erkunden sowie Kontakt zu einer Vielzahl weiterer Initiativen und engagierter Personen sowie zur örtlichen Bevölkerung aufzunehmen. Besonders in der kleinmaßstäblichen Kompostierung von Hausmüll gibt es bereits eine Vielzahl von Lösungen, die das Potenzial haben, das Müllaufkommen lokal deutlich zu reduzieren.

Dabei fand er sowohl ermutigende Beispiele einzelner Kommunen, Initiativen und privater Akteure (überwiegend Erholungsresorts) zur Müllreduktion und -behandlung. Da eine kommunal oder staatlich finanzierte Müllabfuhr nicht flächendeckend existiert, wird ein Großteil aller anfallenden Abfälle entweder vor Ort verbrannt oder kompostiert – oder aber über die Flüsse und Kanäle entsorgt. Der regelmäßige Regen schwemmt diese Abfälle ins Meer – überwiegend Kunststoffe, aber auch alle Arten chemischer Substanzen – mit katastrophalen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt sowie auf die Böden und Gewässer. Über den lokalen Fischfang gelangen diese Stoffe auch unkontrolliert in die Nahrungskette.

Es fiel auf, dass der Wille vieler Menschen, die Situation in den zum Teil stark verschmutzten Orten zu verbessern, vorhanden und vorbildlich ist. Beispielsweise wird ein etwa ein Kilometer langer Hauptstraßenabschnitt regelmäßig alle zwei Wochen im Rahmen einer freiwilligen Aktion durch engagierte Einwohner Bondalems  von Müll befreit – mit Erfolg: die Neuverschmutzung ist hier wesentlich geringer als anderswo.

 

 

27.02.2012 13:55, Helmut Wolman