Tag 2 – 7.12.2011

Tag 2 – 7.12.2011

Am Morgen des 7.12.2011 gegen 9:30 Uhr wurden wir von Etienne am Hotel abgeholt. Vorher hatten wir noch schnell die Internetverbindung gecheckt, aber für zu langsam befunden. Auf der Fahrt in die Stadt haben wir dann in einem Markbereich sehr schnell unsere Tanks gefunden, nach denn wir suchen wollten. Ein daneben wartender Händler gab uns auch schnell eine Preisangabe, mit der wir uns erstmal zufrieden gaben. Auf der Weiterfahrt sind wir dann sofort von dem Chaos auf den Strassen Doualas beeindruckt worden. Solch ein Durcheinander habe ich bei meinen Reisen nach Mombasa nicht erleben dürfen. Aber Etienne hat uns immer sicher durch alle Staus und ‚unlösbaren Situationen’ gebracht, auch wenn er mal die ‚Gegenrichtung’ zum fließenden Verkehr gewählt hatte. Man muss es einmal erlebt haben, wenn einen die entgegenkommenden Fahrer alle für absolut verrückt halten, aber der Verkehr trotzdem irgendwie weiterfließt!

Als nächstes Ziel hatten wir das deutsche Konsulat ausgewählt, aber in dem Botschaftsviertel nichts gefunden. Schließlich sind wir in die Hauptpost von Douala gefahren, haben uns die Telefonnummer der deutschen Botschaft dort geben lassen und mit einem Anruf unseren Aufenthalt im Land einer Botschaftsangestellten, Frau Veronika Marx, mitgeteilt. Unsere genauen Daten haben wir dann später per Email zugesandt.

Als nächste Station brachte uns Etienne zu einem anderen Händler, der verschiedene Tanks anbietet. Er hat auch zylindrische Tanks aus schwarz eingefärbtem Kunststoff ab einer Größe von 1500 Litern im Angebot. Diese Form würde unseren Vorstellungen schon sehr weit entsprechen. Nach längeren Verhandlungen erfuhren wir dann auch einen Richtpreis mit dem wir erstmal weiterplanen können. Ein Problem könnte für uns der Transport nach Bamenda und Ebendi wegen der zusätzlichen Kosten werden. Daher scheint die Ausschau nach einem eventuellen Händler in Bamenda sinnvoll zu sein. Nachdem wir die infrage kommenden Tanks ausgiebig fotografiert haben, verabschiedeten wir uns von dem Händler.

Inzwischen knurrte unser Magen sehr laut, da wir seit dem Flug nichts mehr gegessen hatten und das geplante Frühstück auch ausgefallen war. Etienne brachte uns daher in das ‚White House’-Restaurant, nachdem wir ihn zum Mittagessen eingeladen hatten. Dort durften wir in gediegenem Ambiente ausgiebig von einem leckeren Buffet speisen. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg, um die versprochene Email an die Botschaft zu schicken. Das gewählte Internet-Cafe hatte aber eine so alte Ausrüstung und eine so langsame Internetverbindung, dass wir dafür fast eine Stunde mit mehreren Sendeversuchen benötigten.

Danach haben wir uns dann gegen 17 Uhr zum Hotel zurückbringen lassen und Etienne lud uns in sein Haus zum Abendessen ein. Um 19:30 Uhr holte er uns ab und wir lernten seine Familienmitglieder und die Wohnung in der sie leben kennen. Beim Essen blieben die Männer unter sich. Frauen und Kinder blieben abseits und bekamen nichts ab. Es gab spinatartiges Gemüse mit Fleicheinlage, Kartoffeln und ein Stück gebratenen Fisch. Alles war sehr lecker und dank der bereitgestellten Gewürzpaste auch mehr oder weniger scharf. Anschließend saßen wir dann noch bei einem Bier zusammen und sprachen über die Verhältnisse in Kamerun und Deutschland. Etienne möchte in Deutschland einen Truck kaufen und nach Kamerun einführen, um hier dann damit ins Transportgewerbe einzusteigen. Nachdem wir auf dem Laptop noch einige Fotos von unseren Familien und unseren Reisen gezeigt haben, hat uns Etienne dann gegen 22:30 Uhr wieder ins Hotel gebracht.