Endlich Mapanda

Endlich Mapanda

Nach unserer Ankunft konnten wir zunächst Eindrücke sammeln, die uns das Leben in Mapanda verständlich machen sollten. Unter anderem besuchten wir die Grundschule, in der 600 Schüler/-innen aus der ganzen Gemeinde Mapanda(27 Dörfer) unterrichtet werden. Außerdem durften wir die Erfahrung machen, Wasser in Eimern ortstypisch von der 60m tiefergelegenden Quelle eigenständig zu holen, puuuuhhhhh ;-)

Unser erster Besuch bei den Kindern, die perspektivisch im Kinderzentrum betreut werden, kam vor allem unser Gastgeschenk, zwei Bälle, äußerst gut an. Während die Kinder sich damit vergnügten nahmen wir Messungen am Rohbau des zukünftigen Kinderzentrum vor. Dabei wurden Innen und Außenabmase, Ausrichtung des Gebäudes und notwendige Platzierungen für die Elektroinstallation bestimmt.

Am darauffolgenden Tag fand ein Treffen mit dem zukünftigen Betreiberkomitee statt. Dabei wurden ein mögliches Betriebskonzept, die langfristige Finanzierung für Wartung und Reperaturen sowie die Zuständigkeiten für die geplante Elektroanlage besprochen. Während des Treffens wurden wir darüberhinaus informiert, dass derzeit 46 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in Betreuung sind. Die Kindergärtnerinnen werden durch die Hoffnungsgemeinde Magdeburg nach Montessori weitergebildet.

 

Bis auf die Handyladestation fanden wir keine Elektrizität in den besuchten Orten Mapandas vor. Selbst im Verwaltungszentrum, wo wir den Bürgermeister treffen durften, steht keine Stromversorgung zur Verfügung. In den verbleibenden zwei Tagen besuchten wir das nahegelende Wasserkraftwerk Lower Kihansi Power Plant und veranstalteten eine große Zusammenkunft vieler Menschen aus Mapanda, die  sich für Kinderbetreuung und angrenzende Angelegenheiten in der Gemeinde Mapanda verwantwortlich fühlen.  Dazu wurde ein gemeinsames Mittagessen arangiert, an dem üner 50 Erwachsene und die Kinder des Kindergartens teilnahmen. Unter den Erwachsenen befanden sich Vertreter unterschiedlicher religiöser Gruppen sowie auch Verwaltungsbeauftragte, Vertreter des Schulkommitees und Eltern. Anschließend wurde das Vorhaben von Ingenieure ohne Grenzen vorgestellt, wo zur Mitwirkung und Unterstützung bei der Durchführung der geplanten Installation aufgerufen wurde.

Am gleichen Abend verliesen wir Mapanda und fuhren nach Mafinga zurück.