Die unerwartete erste Unterrichtsstunde
30.09.2014 18:26
Jakob Rauch
Juhu, Jakob und Johannes konnten nun wieder ins Internet und die nächsten Blogeinträge an uns abschicken. Hier also die lang ersehnte Fortsetzung ihres Berichts aus Ladakh über die ersten Tagen und inzwischen sogar Wochen.
Von Mittwoch bis Freitag wird unser erster Workshop zum Thema Abfall stattfinden. Drei Tage lang werden wir mit der Klasse 7a unterschiedlichen Problematiken erarbeiten und nach Lösungsansätzen suchen. Um das erste Eis zwischen uns und den Schülern zu brechen, hospitieren wir seit Montag in verschiedenen Unterrichtsstunden. Auf diesem Weg wollen wir uns an die Unterrichtsmethoden der Lehrer und das indischen Schulsystem gewöhnen.Sobald ein Lehrer den Klassenraum betritt, stehen die Schüler still hinter Ihren Tischen und warten auf das Zeichen, dass sie Platzt nehmen dürfen. Nachdem jeder die richtige Seite in den Arbeitsbüchern aufgeschlagen hat, beginnt der Lehrer mit den vorlesen und erklären des Textes. Die Wichtigsten Wörter und Sätze werden von den Schülern im Kanon wiederholt.Jedoch nach 1 ½ Unterrichtsstunden war dann auch schon Schluss mit dem hospitieren. Die Lehrerin der Klasse 6, welche glücklicherweise das Thema Wasserkreislauf behandelte, forderte uns dazu auf ein wenig Input zugeben. Überrascht standen wir nun vor einer Klasse, bestehend aus ca. 30 Schülern. So sprachen und stellten wir Fragen, über den Zusammenhang von Krankheiten und verschmutztem Wasser.Die darauf folgende Unterrichtsstunde, von einer jungen Lehrerin aus Kalkutta gehalten, fand mit hundert Schülern statt. Da die Lehrerin mit der Masse an Schülern überfordert war, unterstützten wir sie kurzer Hand. Wiederrum mit Glück, sollten die Schüler an einem weltweiten Projekt namens „Design for Change“ arbeiten. Die Aufgabe des Projektes besteht darin, dass die Schüler Probleme des Alltags formulieren sollen. In Gruppen von 8 Personen wird nach Lösungsansätzen gesucht, welche später umgesetzt und in einem Film dokumentiert werden.