Wir bauen einen Kompost – Ein Drama in vielen Akten

Wir bauen einen Kompost – Ein Drama in vielen Akten

05.10.2014 20:55

Jakob Rauch

Um den Schülern eine Möglichkeit des Upcyclings von organischen Abfällen näher zu bringen und gleichzeitig hochwertige Erde herzustellen, entstand die Idee einen Kompost zu bauen. In Deutschland wäre der Bau vermutlich an einen Wochenende erledigt, hier haben wir zwei Wochen dafür gebraucht. Los ging es mit dem Ausheben eines Loches. Nach mehren erfolglosen Gesprächen mit verschiedenen Verantwortlichen trafen wir, eher zufällig, die richtige Person, um den Baggerfahrer zu informieren. Der vereinbarte Termin zum Baggern am nächsten Morgen, kam eher zufällig zustande. Jedenfalls hatten wir nun schon mal das Loch für unseren Kompost.

Jetzt war die Umrandung aus Holz an der Reihe. Angepasst an das Loch, sollte der Kompost eine quadratische Grundfläche mit einer Seitenlänge von 2,5 Metern haben. Wir benötigten also vier Pfosten für die Ecken und 15 Bretter dieser Länge. In Deutschland hätten wir alles Material vermutlich bei einen kurzen Besuch im Baumarkt besorgen können. Nicht aber hier. Nach mehrfachem Nachfragen konnten wir uns endlich in Holzlager des MIMC umschauen und fanden dort auch vier Pfosten. Bretter waren allerdings nicht vorhandenen. Wir beauftragten also Mr. Deepak, bzw. den in Mahabodhi zuständigen Holz-Menschen, die Bretter für uns zu kaufen.

Einige Tage später, wir hatten uns in der Zwischenzeit mehrfach nach dem Verbleib des Holzes erkundigt, stellte sich heraus, dass das von uns gewünschte Holz nicht auf dem Markt verfügbar war und direkt im Sägewerk viel zu teuer wäre. Deshalb wurde kurzerhand entschieden nichts zu unternehmen. Wir wurden darüber natürlich nicht informiert. Dafür sollten wir andere Bretter aus dem Holzlager bekommen. Diese aus dem Lager zu holen hat dann weitere drei Tage in Anspruch genommen, da der Schlüssel für das Lager unterwegs war. Auf das Zusägen der Bretter haben wir dann mehrere Tage vergebens gewartet.

Der eigentliche Bau des Kompostes ging dann schnell. Wir fragten in den Hostels nach interessierten Kindern, liehen uns von dort auch gleich noch zwei Sägen aus, trugen mit den Kindern das Holz zum fertigen Loch, sägten es auf die passenden Länge und hatten nach nach vier Stunden den Kompost fertig. Am nächsten Tag halfen die Kinder dann noch dabei den Kompost mit Grünschnitt, Küchenabfällen, Mist und etwas frischer Erde zu füllen. Den größten Spaß hatten Sie anschließend beim sammeln von Käfern und Insekten, um dem Kompost zum Leben zu erwecken.