Schalung des Korridors

Schalung des Korridors

Donnerstag 17-02-2011

Verena:

Am nächsten Morgen war ich erneut früh auf der Baustelle. Da auch Daniel abgereist war, lag es nun an mir die Baustelle zu leiten. Der Tag fing sofort damit an, dass zwei Leute nicht kamen. Nachdem ich mich schon entschlossen hatte auf diese zu verzichten, trudelten sie doch noch mit einer Stunde Verspätung ein. Ansonsten lief alles rund, die bestellten Lieferungen kamen pünktlich und auch eine Nachbestellung während des Tages kam ohne Probleme. Auch die von Stefan gesandte Sendung konnte Allan mit dem Tuk-Tuk (motorisiertes Dreirad) vom Bus-Büro abholen.

Die Arbeiter waren fleißig und so wurde die Hälfte der Schalung des Jungenkomplexes errichtet, die Wände des Mädchenkomplexes fertig gestellt und mit den dortigen Stützen begonnen.

Nachdem trotz wiedergekehrtem Strom immer noch das Wasser auf sich warten ließ, bestellte ich über die Vermieterin einen Klempner. Diesem gelang es am späten Nachmittag dann auch endlich diesen Missstand zu beheben. So konnten wir abends wieder spülen (sowohl Geschirr als auch die Toilette) und vor allem duschen. So bekommt man mal ein Gefühl, wie es ist mit Wasserknappheit zu leben.

Abends wurde der Wochenbericht geschrieben und der Blog aktualisiert.

Stefan:

Verschlafen erreichte Stefan einen Anruf von Daniel. Er sei in Nairobi angekommen und wolle Stefan treffen. Es war 6.00 Uhr morgens.

Schnell die Sachen gepackt, Pillen geschluckt und bemerken, dass die Schwellung fast weg war, dann traf Stefan Daniel zum frühstücken. Stefan berichtete von dem erfolgreichen gestrigen Tag und wir machten Pläne für diesen Tag. Daniel hatte zwei Treffen in eigener Sache. Nach dem Frühstück ging es zu seiner Schwester Josephine. Diese wohnt in einem Wohnhaus, welches nah dem größten Slum Kenias „Kibera“ liegt. Sie arbeitete 18 Jahre lang für Kenya Airways und so scheute Stefan nicht nach einer Kooperation zu fragen. Josephine versprach uns einflussreiche Kontakte. Für die Zukunft hoffen wir nach Kenia mit Kenia Airways fliegen zu können, die nebenhergesagt sehr komfortabel sind. Auch sie wusste einige Ratschläge, wie man mit dem Geschäftsmann Daniel Kuria sprechen müsse. Mit diesen ganzen guten Ratschlägen zog Stefan mit weichen Knien los, um diesen zu treffen.

Es war ein produktives Gespräch und er offenbarte seinen Geschäftsinn. Er präsentierte ebenso seine Zukunftsvisionen. Für Kibera plane er ein Projekt, für welches er noch Projektpartner suche.

Danach ging Stefan los, um den letzten Punkt auf der Nairobi-Liste abzuhaken. Gemeinsam mit Daniel wollte er die Lieferung der Handwaschtanks von Polytank organisieren. Dort angekommen, musste Stefan erst wieder toben, damit man ihm zuhörte. Aber diesmal blieb der Granit bissfest. Man schlug vor auf Kosten des Projekts die Tanks über eine Sicherheitsfirma nach Ukunda zu senden. Der Busservice fiel als Option weg, da die Tanks zu groß sind. Also beauftragten wir die Sicherheitsfirma, die Tanks abzuholen und nach Ukunda zu liefern.

Damit war dann alles erledigt. Daniel hatte jedoch noch kurz vor Abfahrt einen NEMA Mitarbeiter zum Bus geordert. Dieser machte uns nochmal die Einzelheiten des Berichts deutlich, und den Preis. Üblich wären 5% der Gesamtprojektkosten.