Nochmal die Schulbank drücken
Dienstag 22-02-2011
Der zweite Tag der neuen Woche startete langsam. Die Arbeiter mussten für ihre Arbeit eingeteilt werden. Diese gliederte sich in: zweite Treppe errichten,
"Cutting of the Keys" der Stützen und Legen der ersten Ecobricks. Mit den Ecobricks fingen wir zunächst bei der barrierefreien Toilette an, da die Zwischenplatte beim Jungenkomplex noch weitere Tage trocknen muss. Dort werden wir dann zunächst mit den Trennwänden der Kammern beginnen, die wir auch mit den Ecobricks errichten werden.
So nutzen wir das Legen der Ecoblocks bei der barrierefreien Toilette als Schulstunde, denn keiner von Daniels Maurern hatte jemals vorher mit dieser neuen Art von Steinen gebaut. Zu Beginn richteten wir uns nach schriftlichen Instruktionen, die wir vorher von der Diani Brick Company bekommen konnten.
Als dann jedoch jemand von der Brick Company kam und unsere Arbeit überprüfte, mussten wir doch nochmal von vorne anfangen. Er orderte noch einen weiteren Arbeiter, der uns beim Anlernen assistieren sollte und einen speziellen Gummihammer, den nur seine Firma hier in Kenia vertreibt. Mit der Erfahrung der Experten lagen die nächsten Steine schnell. Die Maurer, Daniel und wir staunten und fühlten uns wie Lehrlinge. Nachdem die Experten nun alles gezeigt hatten und wieder zurück an ihr Werk gehen mussten, versuchten wir uns selber mit den neuen Information.
Jedoch ist unsere Steinreihe nicht 100% gerade und benötigt eine Überarbeitung. Für den nächsten Tag würden wir einen gelernten Maurer, der mit Ecobricks bauen kann, einstellen. Kompliziert ist eigentlich nur die erste Steinlage, denn diese muss sehr exakt sein. Danach können uns Eltern beim Legen helfen.
Erfreulicherweise wurde heute auch unser Baustellenschild fertig, dass die Kunststudentinnen für uns hergestellt hatten. Es kam bereits sehr gut an. So hatte sich nach kurzer Zeit ein Klempner für unser Vorhaben interessiert. Wir haben ihm alles erklärt und das nicht ohne Hintergedanken. Für unser Urinableitungssystem brauchen wir schon bald einen Experten in dieser Fachrichtung. Deswegen haben wir ihn für nächste Woche bestellt erneut zur Baustelle zu kommen, um ihm eventuell einen konkreten Arbeitsauftrag anzubieten.
Auch die Sitzbank der Mädels im Essbereich nahm ihre endgültige Gestalt an. Bis zum späten Abend halfen alle mit. Es wurde viel gelacht und so war keiner genervt Überstunden zu machen. Am Ende ist eine wirklich saubere und gute Arbeit vollbracht worden, die mit viel Liebe und von den Kindern gesammelten Muscheln verziert wurde.