Alltag in Kenia: Teil 2
Kenia ist berühmt für seine Tierwelt. Aber nicht nur in der Masai Mara oder den anderen zahlreichen Nationalparks kann man einiges bestaunen. Manchmal wird man auch in den eigenen vier Wänden von uneingeladenen Gästen besucht.
Die Arbeit am Schulunterricht und an den technischen Inhalten der Vorerkundung macht gute Fortschritte. So bleibt an dieser Stelle Zeit für einen erneuten Einblick in den Alltag hier in Kenia. Und der hält manche Überraschung parat.
Schon in unserer ersten Woche hier in Kenia hatten wir einen ungebetenen Besucher. Was wir auf den ersten Blick als entfernten, ca. 5 cm großen Verwandten deutscher Insekten gehalten hätten, stellte sich im Nachhinein als kleiner Skorpion heraus. Diese Tierchen sind auch als 12-Stunden Skorpion bekannt, weil ihr Stich für etwa diesen Zeitraum schmerzhaft aber ansonsten für Menschen ungefährlich ist.
Grundsätzlich sind wir Tieren gegenüber ja tolerant, einzig die Tatsache, dass sich dieses Exemplar die Mappe mit den Arbeitsunterlagen in unserem Rucksack als Schlafplatz ausgesucht hatte war ungünstig. Sowohl der Skorpion als auch wir haben uns am nächsten Morgen ziemlich erschrocken, passiert ist aber weder dem Skorpion noch uns etwas.
Eher witzig sind die überall krabbelnden Tausendfüßler, die hier liebevoll als Mombasa Express bezeichneten werden. Diese gemütlichen Tierchen sind zwar erschreckend groß, aber erstens völlig ungefährlich und zweitens ausreichend langsam, damit man von ihnen normalerweise nicht überrascht werden kann.
Ganz im Gegensatz zum Mombasa Express war unser gestriger Besucher flink auf den Beinen. Nachdem wir in Ukunda frisches Obst beim Straßenhändler gekauft und in unserer Küche abgelegt hatten sind wir noch kurz vor die Tür gegangen. Als wir zurückkamen, war eine Orange weg, die Bananen angefuttert und die Melone zeigte eindeutige Bissspuren eines ziemlich hungrigen und großen Besuchers.
Während der kurzen Zeit vor der Türe, hatte sich ein Affe in unsere Küche geschlichen und sich fröhlich bedient. Wohlgemerkt während drei Meter nebenan, das Zimmermädchen den Flur geputzt hat.
Jetzt wissen wir auch, dass wir zukünftig IMMER die Außentüre der Küche geschlossen halten müssen, damit der Affe uns nicht nochmal besuchen kommt...