Mauerwerk
15.07.2016
Zum Wochenstart wurden ein paar Unregelmäßigkeiten im Mauerwerk entdeckt: die Projektgruppe vor Ort stellt fest, dass die zweite Bogenscheibe zu große Lagerfugen hat, dadurch passen die Anschlüsse zur Außenwand nicht exakt mit denen der ersten und dritten Bogenscheibe überein. Die ersten durchgehenden Ziegelreihen werden mit der ersten Bogenscheibe abgestimmt, so dass die Holzbalken des Deckentragwerks auf der gleichen Höhe liegen.
In der hinteren Ecke wird von Uwe und Mdara Pinias der Pfeiler bis auf 3,5m Höhe gemauert. Dieser dient als Anhaltspunkt für eine gerade Wand, sowie als Höhenreferenz.
Im Verlauf werden noch weitere Unstimmigkeit im Referenzeckpfeiler entdeckt: es wird bemerkt, dass die Höhen nicht mit denen der restlichen Bauteile übereinstimmen. Zum Glück wird der Fehler rasch gefunden - nach mehreren Kontrollmaßen mit der Wasserwaage ist doch alles richtig gebaut.
Die Dachanschlussvarianten werden gezeichnet und durchgesprochen und es wird entschieden die Planung wie schon in Kristinas Diplom beizubehalten.
Die erste Bogenscheibe wird gemäß dieser Planung weiter gemauert und bereits entsprechend dem Dachgefälle angeschrägt. Dann müssen die Arbeiten an ihr eingestellt werden, da sie zu schwingen beginnt. Es kann erst daran weitergebaut werden, wenn mindestens eine stabilisierende Wand anschließt.
Auch diese Woche bekommen wir wieder Materiallieferungen: mit der letzten Lieferung kamen einige fehlerhafte Ziegelsteine (klinker und common bricks waren unter die load bearing bricks gemischt). Diese können jedoch ausgetauscht werden.
Das Wasser aus dem Tank und dem Wasserloch wird ab sofort ausschließlich für die Baustelle genutzt, da sich der Wasserspiegel bereits senkt. Die Schule und die Anwohner müssen sich an anderen Wasserlöchern bzw. Brunnen Wasser besorgen. Trinkwasser bekommen wir nun nicht mehr aus den Brunnen der Nachbarn, da es auch bei ihnen bereits knapp wird. Glücklicherweise wohnt unser Arbeiter John ein paar Häuser weiter und bringt uns nun jeden Morgen aus seinem tieferen Brunnen Trinkwasser.
Auch beim Essen gibt es etwas Abwechslung: die Köchninnen werden kreativ und so gibt es am Montag Kohl statt Muriwu als Gemüsebeilage, Dienstag Bohnen und Mittwoch Fisch statt Fleisch. Am Ende der Woche gibt es sogar Mbudzi (Ziege).