Erster Tag in Bertoua

Erster Tag in Bertoua

3.11.2016

Erstes Frühstück in der neuen Unterkunft. Heute gibt es nichts mit Ei, das Frühstück kann trotzdem mit dem in Yaoundé mithalten: Schokoaufstrich, Salat und frisches Baguette zur Feier des Tages. Satt geht es los zum Rathaus von Bertoua 1. Dort informiert uns Monsieur le Secretair Général über die inzwischen abgeschlossenen Wasserprojekte und versorgt und mit entsprechenden Unterlagen. Wir sind begeistert von einer Karte, die alle Wasserentnahmestellen der Stadt enthält. Wir fahren zum nächsten Termin und treffen dort die übrige Delegation für unseren Besuch bei Monsieur le Gouverneur de la Region de l’Est.

Wir werden herzlich empfangen und stellen ihm das Projekt vor. Nach dem obligatorischen Foto geht es, mit einem kurzen Zwischenstopp im Collège Tigaza, endlich zu unserer Projektschule Institut le Levant. Die Schule gefällt uns direkt, insbesondere der Innenhof mit vielen Bäumen. Der sehr sympathische Schulleiter führt uns herum. Wir treffen den Sportlehrer, der von der guten Qualität der Fußbälle schwärmt, die vor Jahren von der deutschen Botschaft gespendet wurden. Wenn er wüsste welches Geschenk wir für die Schüler haben… Sofort werden wir mit den Problemen der Schule konfrontiert: an den zwei einzigen Wasserentnahmestellen der Schule fließt seit 2 Tagen kein Wasser und die insgesamt 6 Toiletten für ca. 1.300 Schüler sind einfache Plumpsklos ohne Abdichtung zum Erdreich und die Benutzung fordert eine gewisse Überwindung. Wir besprechen mögliche Verbesserungsansätze, für die wir in den kommenden Tagen Daten erheben werden. Monsieur le Principal zeigt uns das große angrenzende Gelände, welches ebenfalls zur Schule gehört und in die weitere Erkundung / Planung einbezogen werden kann. Er begleitet Jacques, Franklin und uns zu den Nachbarn der Schule. Wir trinken Tee mit einer polnischen Nonne, die uns anschließend durch ihre Krankenstation führt und von den abnehmenden Krankenzahlen seit dem Bau des Bohrbrunnens inklusive Zwischenspeicher berichtet. Danach geht es weiter zum Bildungsministerium der Region Est, wo wir den Delegierten des Prüfungsamtes und den Delegierten für Sekundarschulen treffen. Auch hier werden wir und unser Projekt herzlich begrüßt. Abends dürfen wir wieder lokale Spezialitäten genießen: Kochbananen mit Fisch und leckeren Bohnen.