Gesund und munter zurück in der Heimat
Nun sind wir schon wieder einige Zeit zurück in Deutschland und konnten unsere Eindrücke aus Liberia verarbeiten. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Das wurde uns aber auch sehr einfach gemacht, denn wir wurden von allen Mitarbeitern der GerLib Clinic sehr freundlich empfangen. Viele haben sich für unsere Arbeit interessiert und uns geholfen, wo sie konnten.
In den zwei Wochen in Afrika haben wir viel gesehen und viel erlebt. Wir hatten die Möglichkeit mit verschiedenen Menschen zu sprechen, die uns ihre Geschichten erzählt haben. Traurige Geschichten. Trotzdem sind die Liberianer voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Und eines steht für alle fest: Einen Krieg wollen sie nicht noch einmal erleben. Sie haben noch einen weiten Weg vor sich, um ihr Land wieder aufzubauen und die Armut zu bekämpfen. Mit unserem Projekt versuchen wir, einen kleinen Teil dazu beizutragen. Und das Projekt macht erste Fortschritte.
Nachdem wir während der Erkundung festgestellt haben, dass die alten Abwassertanks nicht zu reparieren sind, stand sofort fest: Wir müssen einen neuen Tank bauen. In den nächsten Wochen gilt es nun, den Tank genau auszulegen, das benötigte Volumen zu errechnen und seine neue Lage zu bestimmen. Außerdem muss entschieden werden, aus welchem Material der Tank gebaut wird. Dafür haben wir uns vor Ort die lokalen Märkte angeschaut und Informationen über Baumaterialien gesammelt, die uns dort zur Verfügung stehen.
In Liberia fängt die Regenzeit im Mai an. Leider werden wir es nicht schaffen, das Projekt bis dahin umzusetzen, sodass das Abwasserproblem noch eine weitere Regenperiode besteht. Kurzfristig sollen jedoch kleine Maßnahmen ergriffen werden, um das Problem einzudämmen. Regenrinnen sollen einen Teil des Wassers vom Grundstück leiten und damit den Boden entlasten, in den der alte Tank eingelassen ist. Rückstauklappen sollen die Sanitäranlagen vor dem aufsteigenden Abwasser schützen. Da die Gerlib Clinic nicht nur den Wunsch hat, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, sondern auch über kompetente Mitarbeiter verfügt, können solche Maßnahmen auch bereits ohne unsere Hilfe umgesetzt werden.
Das Projekt ist also auf einem guten Weg.