Joseph Nganga Gitonga

Mittlerweile sind wir in der zweiten Bauphase. Alle 4 Zisternen dieser Bauphase befinden sich ca. 15km nord-östlich von Sipili, in einer Region, die viel trockener ist. Wenn wir morgens von Sipili zu den Baustellen fahren, kann es passieren, dass die nach dem Regen matschigen Straßen praktisch schlagartig trocken sind.

Einer der Begünstigten der zweiten Bauphase ist Joseph. Er ist einer der wenigen Männer, die ihre Familie in einer Nutzergruppe vertreten. Er ist Mitglied der Nutzergruppe Minjore, die sich nach ihrer Region benannt hat. Wie die meisten Mitglieder der Nutzergruppe ist Joseph etwas älter und dementsprechend nicht mehr in der Lage Wasser für mehrere Kilometer zu transportieren. Ihm und seiner Frau Mama Nyambura gehören ein paar angrenzende Felder, die sie auch bebauen. Die beiden haben drei erwachsene Kinder, die gerne zu Besuch kommen. Ihr ganzer Stolz ist ihr Zweitgeborener, der gerade ein Forensik Studium absolviert hat und anfangen wird für die Polizei zu arbeiten. Mama Nyambura strahlt, wenn sie von der Karriere ihres Sohnes erzählt.

Joseph hat eine kleine Bar in Minjore, in der wir in Baupausen gerne mal eine Fanta trinken. Die Fanta in Kenia schmeckt fruchtiger als in Deutschland und ist an heißen Tagen eine willkommene Abwechslung zum Tee.

Beim Workshop auf dem wir den Begünstigten erklärten, wie eine Zisterne gebaut wird, schrieb und dachte Joseph fleißig mit und wendet jetzt sein Wissen während des Baus an.