Der erste Aufenthalt in Nkomissé-Sud

Der erste Aufenthalt in Nkomissé-Sud

Aus technischen Gründen konnten wir den folgenden Blogeintrag bisher nicht veröffentlichen. Ursprünglich wurde dieser am 07.05.2018 verfasst.

 

Liebe Projektinteressierte, liebe Unterstützer,

 

Wir sind gerade aus Nkomissé-Sud zurück, wo wir einige Tage verbracht haben.

Ursprünglich war eine Anreise ins Dorf für Montag geplant, diese musste jedoch verschoben werden, da Tobias einige Tage lang zu krank für die lange Fahrt war.

Die Anreise am Mittwoch verlief ohne Zwischenfälle, die Begrüßung durch die Dorfbewohner war sehr herzlich. Wir haben uns sehr darüber gefreut so gut aufgenommen zu werden und von einigen sehr projektbegeisterten Leuten umgeben zu sein.

Während unseres Aufenthalts fanden diverse Treffen mit den Dorfbewohnern statt, bei welchen projektbezogene Themen angesprochen wurden.

Wichtige Themen waren zum Beispiel der notwendige Brücken- und Straßenbau, um die Erreichbarkeit mit Transportern für die Materialien des Brunnenbaus zu gewährleisten. Straßen und Brücken rund um sowie innerhalb des Dorfes sind zurzeit in einem sehr schlechten Zustand, sodass insbesondere innerhalb der Regenzeit das Durchkommen nur mit einem Fahrzeug möglich ist, welches über einen Allradantrieb verfügt.

Bei der Ansprache dieser Aspekte teilten uns die Dorfbewohner mit, dass die erste Brücke bereits vollständig neu gebaut worden sei, und man nun die restlichen Brücken in Angriff nehmen wolle. Im Anschluss daran sei eine Verbesserung der vorhandenen Straßen geplant. Bei der Besichtigung der Brücken konnten wir eine enorme Verbesserung der Stabilität bei der neu gebauten Brücke im Vergleich mit den alten Brücken erkennen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Dorfbewohner es schaffen werden, den Zugang zum Dorf stark zu erleichtern.

Ein weiteres, für unser Projekt sehr wichtiges Thema ist der finanzielle Eigenanteil des Dorfes. Zum Zeitpunkt unserer Ausreise lag uns die Information vor, dass aufgrund stark gefallener Kakaopreise die Stemmung dieses Anteils durch das Dorf nicht möglich sei.

Während unsere Anwesenheit kam jedoch bereits ein Teil des Geldes zusammen und sowohl die Dorfbewohner, als auch wir, sind mittlerweile zuversichtlich, dass diese Voraussetzung für den Brunnenbau erfüllt werden kann. Wir hatten den Eindruck, dass unsere Anwesenheit der Dorfbevölkerung neuen Antrieb und Motivation für das Projekt mitgegeben hat. 

Im Rahmen der Treffen stellten wir auch unser Transportkonzept in Form von verschließbaren Kanistern und Schubkarren vor. Das Konzept wurde positiv angenommen und um einige Ideen, wie den Transport der Kanister mithilfe von Motorrädern für weitere Entfernungen, erweitert.

Neben einem Treffen mit den Viertelverantwortlichen und Nachbarn und einem Treffen mit der gesamten Dorfgemeinschaft, bei welchem oben genanntes besprochen wurde, gab es noch ein Treffen mit dem „Comité local“. Hierbei handelt es sich um engagierte Dorfbewohner, welche sich zusammengeschlossen haben, um Probleme im Dorf anzugehen. Das Treffen war für uns besonders wichtig, da wir unser entwickeltes Konzept in Bezug auf Hygieneschulung zum ersten Mal vorstellen konnten. Dabei wurden von uns erstellte Schaubilder gezeigt und deren Bedeutung näher erläutert. Unsere Vorarbeit wurde von allen Teilnehmern des Treffens durchweg positiv aufgenommen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass auch viele interessierte Nachfragen gestellt wurden. Einige Teilnehmer amüsierten sich darüber, in unseren Schaubildern eigenes, falsches Verhalten wiederzuerkennen.

Jetzt sind wir wieder zurück in Yaoundé und bereiten uns auf weitere Treffen mit unserem Projektpartner ESF vor.

 

Viele Grüße,

Julia, Samuel und Tobias