Karibu Sipili – Erste Eindrücke
Wanjiru (Valerie), wird im Dorfkern von Sipili an jeder zweiten Straßenecke von alten Bekannten aus der letzten Projektphase freudig begrüßt. Allgemein ist die Stimmung im Dorf entspannt, am Sonntag machten sich viele Bewohner schick angezogen auf den Weg zu einer der vielen Kirchen.
Die Erntezeit für den angebauten Mais bahnt sich an. Sobald die Short-Rains-Season eine kleine Pause einlegt, sodass der Mais trocken geerntet werden kann, geht es aufs Feld. Njoroge (Hendrik), the very huge he-goat (riesiger Ziegenbock), wurde schon rekrutiert, um die Nutzergruppe Mawe bei der Ernte zu unterstützen. Kamau (Philipp), the Quiet Warrior (stiller Kämpfer), wartet noch auf seine Aufgabe. Die Kikuyu-Namen haben wir zur Begrüßung vom Vorstand der Co-Operative bekommen. Kikuyu ist der meist vertretene Stamm hier in der Region und auch der größte in Kenia.
Dadurch, dass der Preis für Mais durch internationale Importe auf 1/3 des ursprünglichen Wertes gefallen ist, stehen die Farmer der Gegend vor eine schwierige Aufgabe. Ansonsten war die Saison aber gut und es bahnt sich eine ordentliche Ernte an. Dies erfuhren wir beim Besuch des Treffens der Nutzergruppe Mawe am Samstag. Monatlich treffen sie sich, um die Einzahlungen in das Tischbankensystem zu tätigen und darüber zu entscheiden, welche Kleinkredite den Nutzern gewährt werden. Darüber hinaus wurde über Ideen zu gemeinsamen Projekten diskutiert. Die Motivation dazu ist groß und es bleibt spannend, ob die Gelder Co-Operative als Möglichkeit zur Finanzierung genutzt werden können.