Wie geht das Projekt mit unserer Partnerorganisation MADAM weiter?

Wie geht das Projekt mit unserer Partnerorganisation MADAM weiter?

Hauptziel dieser Ausreise ist herauszufinden, ob unser Projekt in Sierra Leone die gewünschte Wirkung erzielt hat. Erst dann können wir uns darüber Gedanken machen, wie wir das Ganze größer machen und die Technik und das Wissen weiterverbreiten.
Wie finden wir heraus, ob sich etwas geändert hat?
Schon während der ersten Ausreisen vor und nach der Ebola-Epidemie haben wir verschiedene Methoden angewendet, um den Ist-Zustand vor unserem Projekt im Dorf Makali zu messen. Dafür wurden zum Beispiel Wasserproben genommen und auch Befragungen mit den Dorfbewohner*innen und den Schüler*innen durchgeführt, um den Wissensstand zum Thema Hygiene festzuhalten. Genau diese Methoden haben wir in den letzten Tagen nun noch einmal angewendet. Anhand der Ergebnisse werden wir in den nächsten Wochen evaluieren, in welchen Bereichen unser Projekt gut funktioniert hat und in welchen Bereichen wir unser Konzept noch einmal überarbeiten müssen. Bisher sind wir sehr zufrieden mit allem, was wir gesehen haben, und freuen uns, dass die Technik so gut von den Schulmitglieder*innen angenommen wird. 

In dieser Woche haben wir uns auch mit unserer Partnerorganisation MADAM in Makeni getroffen. Auch sie sind begeistert von der Umsetzung des Projektes und wollen dieses unbedingt fortsetzen. Dazu haben sie fünf weitere Mitarbeiter*innen auf dieses Vorhaben angesetzt, wodurch es mehr als doppelt so viele sind wie noch vor einem Jahr. Von MADAM kam auch der Vorschlag, weitere Trockentrenntoiletten zuerst an anderen Schulen zu bauen. Argumente dafür sind, dass diese zum einen das Zentrum der Communities bilden und die Technik sich leichter verbreiten lässt und zum anderen, dass Kinder neue Techniken am schnellsten annehmen und an Schulen die Bildung über Hygiene und Benutzung der TTT am einfachsten erfolgt. Ein positives Feedback der Schüler*innen stärkt außerdem das Bewusstsein anderer Dorfbewohner*innen. 
Überzeugt von diesen Argumenten wurden zusammen mit MADAM in den darauffolgenden Tagen mehrere Schulen in der Region besucht, um herauszufinden, an welchen die Menschen vor Ort am meisten von einer Trockentrenntoilette profitieren würden. Dafür wurden wieder viele Gespräche mit Lehrer*innen und Schüler*innen geführt.
Bisher ist diese Ausreise ein voller Erfolg, was uns natürlich immer weiter motiviert. Wir freuen uns also auch auf die nächsten Tage in Sierra Leone und hoffen, dass ihr wieder mit an Bord seid!