
Uganda: Unterkünfte für die Lehrenden der Lauren Patterson Memorial School
Bau eines Gebäudes an der Lauren Patterson Memorial School, um Unterkünfte für die Lehrenden bereitzustellen, Training zu ermöglichen und die Fixkosten der Schule zu senken.

Uganda: Unterkünfte für die Lehrenden der Lauren Patterson Memorial School
Bau eines Gebäudes an der Lauren Patterson Memorial School, um Unterkünfte für die Lehrenden bereitzustellen, Training zu ermöglichen und die Fixkosten der Schule zu senken.
Ausgangssituation
In Kabawala war es für viele Kinder unmöglich, die nächstgelegene Schule zu erreichen. Daher errichtete die Gemeinschaft 2012 auf Elternwunsch ein Lehmgebäude, um zumindest einen Teil der Kinder vor Ort zu unterrichten. Anfangs fand ein Großteil des Unterrichts im Freien statt. Nach vier Jahren stand die Schule aufgrund mangelnder Sicherheit vor der Schließung. Suubi Community Projects Uganda erklärte sich bereit, die Schule mit Wasser- und Sanitäranlagen auszustatten und neue Klassenräume zu bauen. Dadurch können die Kinder nun in einer sicheren Umgebung lernen. Die Schule zählt heute 482 Schülerinnen und Schüler sowie 14 Lehrkräfte.
Die meisten Kinder stammen aus Familien, die sich hauptsächlich von Landwirtschaft ernähren und nur über ein geringes Einkommen verfügen.
Zurzeit mietet die Schule Unterkünfte für das Lehrpersonal in der Nähe und stellt den täglichen Transport zur Schule auf eigene Kosten sicher. Diese Ausgaben werden auf die Schulgebühren umgelegt, was sie zusätzlich erhöht und vielen Familien wichtige Ressourcen entzieht. Einige Kinder der Gemeinschaft können aufgrund der hohen Schulgebühren immer noch nicht zur Schule gehen.
Das Projekt
Aktuell gibt die Schule viel Geld für die Unterbringung und den Transport des Lehrpersonals aus. Unser Projekt hat es zum Ziel, ein Wohngebäude für die Lehrenden auf dem Schulgelände zu bauen, damit die Kosten für die Unterbringung und den Transport gespart werden können, um mehr Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Dadurch sollen die Zukunftschancen der Kinder erhöht und deren Lebensbedingungen verbessert werden. Dass die Lehrenden auf dem Schulgelände wohnen, trägt außerdem zur Sicherheit der Schule bei. Des Weiteren sollen zwei Trockentrenntoiletten errichtet werden, um eine Sanitärversorgung sicherzustellen und die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.

Projektverlauf
Das Projekt wurde 2020 durch unsere Partnerorganisation SUUBI an Ingenieure ohne Grenzen herangebracht und kurz darauf von der Regionalgruppe Kassel übernommen. Dort hat eine erste Planung der Lehrerunterkünfte begonnen, konnte jedoch aufgrund von Personalmangel und dem hohen Fundraising- und Organisationsaufwand nicht fortgeführt werden.
Der Fokus wurde daraufhin vorübergehend auf den Bau von Trockentrenntoiletten für die Lehrkräfte der Schule gelegt, da auch die sanitäre Situation vor Ort verbesserungswürdig war. Dieses Unter-Projekt wurde aufgrund der gesammelten Erfahrung durch andere IOG-Projekte in Uganda schnell und gut umgesetzt. Im Sommer 2025 wurden die Trockentrenntoiletten durch einen lokale Baufirma via remote Implementierung gebaut.
Nach der Übergabe des Projekts an die RG Aachen im Herbst 2025 wurde die Arbeit an den Lehrerunterkünften fortgesetzt und eine erste Ausreise, zur Erkundung der aktuellen Situation und vor Allem den genauen Anforderungen der verschiedenen Stakeholder, geplant. Diese wurde aufgrund von verschiedenen lokalen Ereignissen wie der Wahl in Uganda und dem Ebola Ausbruch in der Region mehrere Male verschoben und soll jetzt im Sommer 2026 stattfinden.
Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns!

Tim Eschenbach
Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
tim.eschenbach [at] ingenieure-ohne-grenzen.org (tim[dot]eschenbach[at]ingenieure-ohne-grenzen[dot]org)
Grundversorgung für Schulen
Blog

Probenahme-Workshop am ISA
Bevor es für unser Ausreise-Team im Sommer nach Uganda geht, steht die fachliche Vorbereitung an oberster Stelle. So haben wir uns über die großartige Möglichkeit gefreut, am Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) in Aachen unsere praktischen Kenntnisse zur Probenahme im Feld zu vertiefen.
Am Nachmittag des 20. März durften wir gemeinsam mit weiteren Interessierten aus anderen Aachener-Projektgruppen einen dreistündigen Workshop absolvieren.
In drei verschiedenen Stationen konnten wir die Theorie direkt in die Praxis umsetzen und uns mit den technischen Details vertraut machen. Zunächst stand die Wasserprobenahme im Fokus, bei der wir lernten, wie man das Equipment richtig vorbereitet und Proben so entnimmt, dass keine Verunreinigungen die Ergebnisse verfälschen. Danach war bei der mikrobiologischen Analyse echtes Fingerspitzengefühl gefragt: Wir übten das Ansetzen von Proben auf Nährmedien in Petrischalen. Außerdem lernten wir den richtigen Umgang mit Messgeräten.
Wir sind sehr glücklich über den fachlichen Input, den wir an diesem Nachmittag erhalten haben. Der Workshop war nicht nur lehrreich, sondern hat uns als Team auch richtig motiviert. Mit dem frisch gelernten Wissen fühlen wir uns nun deutlich sicherer für die anstehenden Aufgaben in Uganda.
Ein großes Dankeschön an das Team vom ISA für die Zeit, die Geduld und die wertvolle Expertise!

Projektübernahme von RG Aachen
Nach dem erfolgreichen Bau der Trockentoiletten (UDDTs) durch die Regionalgruppe Kassel startet nun die nächste Projektphase: der Bau von Unterkünften für die Lehrenden an der Lauren Patterson Memorial School.
Momentan wohnen die Lehrpersonen in angemieteten Unterkünften außerhalb, was die Schulgebühren erhöht. Mit dem Bau eigener Unterkünfte sollen die Kosten sinken und gleichzeitig mehr Sicherheit auf dem Schulgelände entstehen.
Die Umsetzung dieses neuen Bauprojekts übernehmen wir, die Regionalgruppe Aachen. Um die Planung optimal an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen, ist für April ein Assessment vorgesehen. Es bereiten sich gerade drei Freiwillige auf die Ausreise vor. Wir arbeiten gerade bereits an ersten Entwürfen für das Gebäude und beziehen uns dabei auf die Ideen der Kasseler Gruppe.
Vor Ort werden wir das Schulgelände besichtigen, die baulichen Voraussetzungen erfassen und gemeinsam mit dem Lehrpersonal die Entwürfe besprechen. Solche persönlichen Absprachen und Besichtigungen sind wichtig, denn viele Details, wie etwa Bodenbeschaffenheit, lassen sich auf Fotos nur schwer erkennen. Durch den direkten Austausch können Missverständnisse vermieden und die Pläne besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse abgestimmt werden.
Nach der Erkundung werden wir die finalen Baupläne ausarbeiten und die nächsten Schritte einleiten. Wir, die RG Aachen, freuen uns auf das neue Projekt und darauf, die Schule mit ihrem Schulpersonal und Schüler*innen kennenzulernen.

Die UDDT sind eröffnet! 🚽✨
Nach den Schulferien startete die Lauren Patterson Memorial School am Montag vor zwei Wochen wieder in den regulären Betrieb. Bereits am Mittwoch fand eine Schulung für das Lehrkräfte-Team statt, durchgeführt von unserem Projektpartner Steven von SUUBI Community Projects. Das Interesse war groß, und die Schulung wurde mit viel Engagement aufgenommen – ein voller Erfolg!
Im Fokus stand die Funktionsweise, Wartung und richtige Nutzung der neuen UDDT (Urine-Diverting Dry Toilet). Anschließend an den Workshop wurde die UDDT offiziell eingeweiht und wird ab sofort von den Lehrkräften genutzt. Bislang mussten sich diese eine Kabine der Mädchentoiletten mit den Schülerinnen teilen – eine Lösung, die sowohl die Privatsphäre der Schülerinnen einschränkte als auch für die Lehrkräfte unangenehm war.
Mit den neuen Toiletten steht der Schule nun eine saubere und nachhaltige Sanitärlösung zur Verfügung. Die UDDT ist nicht nur umweltschonend, sondern verbessert auch ganz konkret die Arbeits- und Lernbedingungen vor Ort – ein weiterer Schritt hin zu einem sicheren, würdevollen Schulalltag für alle.

Die UDDT sind fertiggestellt!
Wir haben es geschafft. Nach 10 intensiven Wochen ist das kleine Gebäude, in welchem zwei Trockentrenntoiletten und ein Raum mit Urinalen untergebracht sind, fertiggestellt worden. Unsere Baufirma hat diese Woche die letzten Arbeiten, wie das Streichen, abgeschlossen. Da nun die Ferienzeit in Uganda beginnt und die Lehrenden in dieser Zeit nicht vor Ort sein werden, verzögert sich die Inbetriebnahme um ein paar Wochen. Zu Beginn des neuen Trimesters werden die Lehrenden in der UDDT-Nutzung geschult. Die Belastung der Umwelt und des Grundwassers durch Urin und Fäkalien werden so vermieden. Unser Dank gilt Steven von unserer Partnerorganisation Suubi, der den Bau vor Ort betreut und beaufsichtigt hat. Außerdem geht ein großes Dankeschön an die Baufirma Curve, welche den Bau entsprechend des Zeitplans durchgeführt hat. Wir freuen uns sehr, dass das Gebäude nun steht und bald in Betrieb genommen wird.

Die Grundmauern stehen - das Gebäude wächst
Nach den ersten intensiven Bauphasen ist nun ein weiterer großer Schritt geschafft: Der gesamte Unterbau steht.
In den letzten Wochen hat sich viel getan. Die Zwischendecke wurde eingezogen, die Waschvorrichtungen samt Trichtern und Rohrleitungen sind angeschlossen, ebenso wie die Abflussrohre. Auch die Zementsteintreppe, die künftig die Ebenen verbindet, ist fertiggestellt.
Ein besonderes Highlight: Die Kalkstein-Zwischenwände wurden gesetzt – ein sichtbarer Schritt, der der Baustelle ein erstes Raumgefühl verleiht.
Als nächstes steht ein weiterer Meilenstein an: die Vorbereitung der Auflager für die Säulen, die später das Dach tragen werden.
Wir stehen weiterhin in regelmäßigem Kontakt mit Suubi und Curve und berichten euch weiterhin über die nächsten Bauschritte.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange!
Mit unserem Projektpartner und der Baufirma wurden bereits einige Meilensteine erreicht: Zuerst wurde die Bewehrung für das Fundament verlegt, der Beton gegossen und ausgehärtet.
Mit neuer Kraft nach den Feiertagen startete das Team mit dem Einrichten der Kammern. Das Verputzen der inneren Teile der Kammern und Ausmauern der Wände sowie der Bau des Tanksockels, die Estricharbeiten für die Kammern und der Bau der Treppe läuft auf Hochtouren. Trotz kleiner Widrigkeiten wie dem Wetter liegt das Team gut im Zeitplan. Es ist wirklich schön zu sehen, wie das Projekt voranschreitet und alle an einem Strang ziehen, um eine bessere Sanitärversorgung für die Schule zu etablieren.
Wir sind weiterhin sehr gespannt auf die nächsten Wochen und bleiben im stätigen Kontakt mit unseren Projektpartner Suubi, der Baufirma Curve und der Schule!

Baubeginn der Trockentrenntoiletten
Endlich ist es soweit! Nach all der Vorbereitung und dem dazugehörigen Fundraising hat diese Woche der Bau unserer Trockentrenntoiletten begonnen. An der Lauren Patterson Memorial School in Kabawala wurde nach einem Meeting, an welchem wir aus Deutschland digital teilnehmen konnten, begonnen die Baugrube für das Fundament auszuheben. Die Baufirma Curve, unser Projekt-Partner Suubi und die Vertretung der Schule haben sich gemeinsam verständigt und dann konnten die Bauarbeiten auch schon losgehen. Wir sind sehr gespannt auf die nächsten Wochen und tauschen uns eng mit Suubi und Curve aus.
Bis Ende Juli sollen die Lehrenden der Schule ein eigenes Toilettengebäude bekommen. Aktuell nutzen sie die Toiletten der Kinder mit. Dieses Trockentrenntoilettengebäude soll auch dazu dienen diese Technik an der Schule zu implementieren, um Akzeptanz und Verständnis für weiterführende Projekte zu schaffen.

Bald beginnt die Bauphase!
Es ist endlich soweit. Nach einer intensiven Endphase der Planung und Ausschreibung beginnt ab dem 26. Mai der Bau des ersten Teils unseres Projektes – der Bau der Trockentrenntoiletten. Mit unserem Projektpartner Suubi konnten wir im April die Bauleistung ausschreiben und die Firma Curve hat den Zuschlag bekommen. Nun geht es in zwei Wochen schon los. Wir sind alle sehr erfreut, dass es nach all der Zeit der Planung und des Fundraisings endlich losgeht. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit der Baufirma und weiterhin auch mit Suubi, die uns sehr stark in der Planung und Ausschreibung unterstützt haben. Während der Bauphase werden wir hier regelmäßig Updates posten.

#Run4Water 2024
Vom 1. bis zum 31. Mai fand zum vierten Mal der #Run4Water statt – ein Event, das sich dem sicheren Zugang zu sauberem Wasser widmet. Auch unsere Regionalgruppe Kassel hat sich als Lauf-Team beteiligt und gemeinsam sind wir für dieses wichtige Anliegen gelaufen. Insgesamt haben wir als Gruppe etwa 270 Kilometer zurückgelegt.
Der Klimawandel und Extremwetterereignisse wie immer länger anhaltende Dürren führen dazu, dass der Anteil der Weltbevölkerung ohne sicheren Zugang zu sauberem Wasser stetig wächst. Mittlerweile leben 2,2 Milliarden Menschen ohne sicheres Trinkwasser. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung leidet während eines Teils des Jahres unter schwerem Wassermangel.
Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern in Afrika und Asien arbeiten wir daran, an Schulen und in ländlichen Gemeinden einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser zu schaffen. Sauberes Wasser ist nicht nur essenziell zum Trinken und Kochen, sondern auch zur Gewährleistung von Hygiene und zur Verringerung von Krankheiten.
Gemeinsam können wir viel bewegen!

Tag der Erde 2024
Am 21. April 2024 fand im Kasseler Stadtteil Bettenhausen der Tag der Erde statt. Trotz des kalten Winterwetters war es erneut ein gelungenes Umwelt- und Kulturfest für die Region. Unsere Regionalgruppe aus Kassel nutzte diese Gelegenheit, um unser aktuelles Projekt in Uganda vorzustellen und Spenden zu sammeln.
Das Fest war eine Möglichkeit, mit zahlreichen Besucher*innen ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Die Gespräche waren inspirierend und haben uns deutlich gemacht, wie groß das Interesse und die Unterstützung für unsere Projekte sind. Besonders erfreulich war, dass trotz der kühlen Temperaturen viele Menschen den Weg zu uns gefunden haben, was das Engagement für Umwelt- und Kulturthemen in Kassel unterstreicht.
Wir blicken bereits voller Vorfreude auf den Tag der Erde 2025 und hoffen, viele von euch dort wiederzusehen!

Märchenweihnachtsmarkt in Kassel
Unser Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel war nicht nur ein Ort der festlichen Atmosphäre und des gemeinsamen Genusses von Keksen und Lebkuchen, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Information. Wir hatten dort die Möglichkeit über unser Projekt in Uganda zu sprechen und die Herausforderungen sowie die Fortschritte, die wir dort erreicht haben, zu teilen.
Unser Fokus liegt derzeit auf der Errichtung von Unterkünften und Trockentrenntoiletten an einer Schule in Uganda. Wir haben auf dem Weihnachtsmarkt viele Menschen erreicht und sie über die Situation vor Ort aufgeklärt. Unser Ziel ist es in der Schule ein Hygienemöglichkeite und -bewusstsein zu etablieren.
Mit eurer Hilfe können wir unser Projekt weiter voranbringen und die Implementierung der Trockentrenntoiletten in Auftrag geben. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Leben der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Wir danken allen Spender*innen für die Unterstützung!

Tag der Erde 2023
Nach einer 3 - jährigen Pause konnte in diesem Jahr endlich wieder der "Tag der Erde" als vielfältiges Umwelt- und Kulturfest in Kassel gefeiert werden. Am 23.04.2023 versammelten sich über 180 Austeller*innen rund um die Hessenkampfbahn, entlang des Auedamms sowie vor der Orangerie. Die sonst stark befahrene Durchgangsstraße verwandelte sich somit bei schönstem Sonnenschein in einen Treffpunkt für zahlreiche Menschen.
Wir möchten uns vor allem beim Umwelthaus Kassel e.V. bedanken, die uns als Organisatoren des Events die Teilnahme mit einem Infostand ermöglicht haben und freuen uns zudem über das große Interesse der Besucher*innen an unserer Projektarbeit.

Rundgang an der Universität Kassel - Architektur
Der ASL-Rundgang Anfang Februar an der Universität Kassel ist uns in guter Erinnerung geblieben. An den drei Tagen wurden Projekte aus den Bereichen Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung präsentiert. Dort hatten auch wir als Regionalgruppe Kassel die großartige Möglichkeit an drei Tagen unser aktuelles Projekt vorzustellen und zu präsentieren. Wir waren sehr aufgeregt und haben fleißig daran gearbeitet, unser Vorhaben optimal zu präsentieren.
Dafür hat die Architektur-Studentin Lea-Elain Vollrath ganze Arbeit geleistet und zusammen mit weiteren Mitgliedern ein Modell des geplanten Gebäudes gebaut, das in der Nähe von Kabawala, der Hauptstadt Ugandas gebaut wird. Bei der Ausstellung wurden wir durch ausgehängte Informationstafeln und unsere motivierten Mitglieder unterstützt, die sich den Fragen und Anmerkungen der Besucher angenommen haben.
Wir bedanken uns bei allen Besuchenden, die sich die Zeit genommen haben mehr über unser Projekt zu erfahren und für den regen Ausstausch mit tollen Ideen. Das Projekt in Kabawala ist sehr wichtig für uns. Seit 2019 wird dort die Erweiterung der Lauren Patterson Memorial School geplant und schon dieses Jahr soll mit den Bauausführungen begonnen werden. Der Ausbau umfasst Unterkünfte in Form von Bungalows für die Lehrkräfte sowie Sanitäranlagen. Wir setzen uns dabei für "Hilfe zur Selbsthilfe" ein, indem wir gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort arbeiten.
Da das Dorf in einem Erdbeben- und Monsungebiet liegt, spielt die Sicherheit der Menschen eine besonders wichtige Rolle. Deshalb wollen wir sicherstellen, dass unser Projekt nicht nur funktional und ästhetisch ansprechend ist, sondern auch den höchsten Sicherheitsstandards entspricht und den Bedürfnissen der Gemeinde vor Ort gerecht wird.

Neuigkeiten bezüglich der Planungsarbeiten für die neuen sanitären Anlagen
Zusammen mit unserem Projektpartner vor Ort (Suubi Community Projects Uganda) haben wir uns für die Implementierung von Trockentrenntoiletten (UDDT) entschieden, die für die Lehrer:innen der Lauren Patterson Memorial School errichtet werden sollen. Aktuell teilen sich die Lehrer*innen Latrinen mit den Schüler*innen. Dies sind, wie auf dem Foto zu sehen, herkömmliche Latrinen, die häufig schlecht abgedichtet sind, so dass Bakterien bis ins Grundwasser gelangen können.
Das System der Trockentrenntoilette bringt viele Vorteile mit sich, welche nicht nur der Schule zugutekommen: Neben den einfachen und ökologischen Nutzungsweisen bieten Trockentrenntoiletten nach einem halben Jahr einen wertvollen, nährstoffreichen Dünger aus den Fäkalien. Die Nutzung bedarf keinerlei Einsatz von Wasser, was in einer saisonal sehr trockenen Region einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Durch die getrennte Sammlung von Urin und Fäkalien sowie den eingebrachten Einstreu (Blätter, Äste, Asche, etc.) nach der Benutzung wird eine Geruchsentwicklung vermieden, damit Fliegen als potentieller Krankheitsträger fernbleiben.
Unsere Planung der Trockentrenntoiletten ist kurz vor dem Abschluss. Aktuell müssen verfügbare und dem Anwendungsfall entsprechende Materialien evaluiert werden. Wir schreiten in unseren Vorbereitungen stetig voran und planen mit dem Bau der Toiletten im kommenden Jahr zu beginnen.
Eure WASH-Gruppe Kassel

Von der Idee zur Planung - Update zum Projekt
Nachdem wir von den Erfahrungen und Projekten vieler Regionalgruppen von Ingenieure ohne Grenzen lernen konnten und durften, machen wir gute Fortschritte bei der Planung der Unterkunft. Wie ihr in dem Bild sehen könnt, haben wir mit den ersten Ideen zur Orientierung des Gebäudes auf dem Schulgelände begonnen. Bei der Ausrichtung des Gebäudes ist die Sonneneinstrahlung ein maßgebender Faktor. Gerade in dem tropischen Klima Ugandas sollte ein Gebäude so kühl wie möglich gehalten werden. Zudem soll das Wohngebäude Privatsphäre ermöglichen, obwohl die Unterkunft direkt an die Schulgebäude grenzt. Wie ihr merkt, gibt es hier einiges zu beachten.
Auch im WASH-Bereich gibt es Neuigkeiten. Wir haben uns mittlerweile mit unserem Projektpartner Suubi Community Projects Uganda und dem Schulleiter der Lauren Patterson Memorial School auf den Bau von Trockentrenntoiletten geeinigt. Bei einer Trockentrenntoilette werden die menschlichen Ausscheidungen nach Fäzes und Urin getrennt. Die Trennung soll die Geruchsbildung vermeiden sowie die Verschmutzung des Grundwassers verhindern bzw. bestmöglich eingrenzen. Ein besonderer Vorteil dieser Bauart ist, dass die Ausscheidungen bei richtiger Benutzung der Toilette als Dünger weiterverwendet werden können.
Seid gespannt auf unser nächstes Update! Wir halten euch auf dem Laufenden. Stay tuned!

Die Erkundung wurde durchgeführt!
Schon Ende 2021 konnten wir unsere geplante Erkundung trotz Corona umsetzten. Wie das möglich ist? Wieder einmal mit überregionaler Zusammenarbeit. Da es uns aufgrund der Pandemie nicht möglich war, die Lauren Patterson Memorial School selbst zu besuchen und die für die Planung des Gebäudes und der Sanitäranlagen benötigten Daten zu sammeln, hat uns eine regionale Gruppe von Engineers without Boarders USA unterstützt. Da sie dauerhaft in Uganda vor Ort sind, konnten sie für uns die gewünschten Daten sammeln. Vielen Dank dafür!
Seitdem haben wir die gesammelten Daten ausgewertet und sind in die Planung eingestiegen. Für die Planung der Sanitäranlagen steht zunächst der Auswahlprozess für den Toiletten-Typ an. Zur Auswahl stehen die Pit Latrinen, die Fossa Alterna und die Trockentrenntoiletten. Wir sind in engem Kontakt mit unserem Projektpartner Suubi, um den am besten geeigneten Toiletten-Typen für die Lehrenden der Schule zu finden.
Für die Planung der Unterkünfte stehen wir aktuell in engem Austausch mit anderen Regionalgruppen von Ingenieure ohne Grenzen, um aus ihren Projekten und Erfahrungen profitieren zu können. Wir hoffen euch bald die ersten Entwürfe vorstellen zu können, also bleibt gespannt auf unsere Fortschritte!
Du hast Lust uns und unsere Arbeit zu unterstützen? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten!
Wir freuen uns über jede Spende und jede Fördermitgliedschaft im Verein, die das Programm Schulen und damit auch unsere Projektarbeit unterstützen.
Ingenieure ohne Grenzen e.V.
Sparkasse Marburg Biedenkopf
DE89 5335 0000 1030 3333 37
HELADEF1MAR
Spendenkürzel: SCHULEN
Geld ist aber nicht immer alles: Auch jede immaterielle Unterstützung, indem ihr für unser Projekt und die Organisation „Ingenieure ohne Grenzen“ Werbung macht oder euch ehrenamtlich in unsere Regionalgruppe Kassel (gerne auch deutschlandweit) engagiert, hat für unsere Arbeit einen Mehrwert. Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aus Studierenden und Berufstätigen mit verschiedenen Bildungswegen. Jeder kann bei uns mitmachen, sei es im technischen, im koordinatorischen, im sozialen Bereich […] in der Projektarbeit, im Fundraising-Team oder in der Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Falls du Lust hast dich ehrenamtlich in unserer Regionalgruppe zu engagieren, dann schreib einfach an: uga17uga17 [at] ingenieure-ohne-grenzen.org (@ingenieure-ohne-grenzen.org)
Wir freuen uns auf dich und blicken gespannt auf die weiteren Entwicklungen in unserem Projekt!

Zeit für ein neues Update...
Seit November waren wir, die Regionalgruppe Kassel, sehr aktiv und arbeiten fleißig an unserem Projekt des Baus einer Unterkunft für die Lehrenden an der Lauren Patterson Memorial School in Kabawala.
Nachdem wir zunächst alle benötigten Anträge erarbeitet, ausgefüllt und verschickt hatten, ging es immer konkreter an die Planung der Erkundung und unserer ersten Ausreise nach Uganda. In ständigem Kontakt mit unserem Projektpartner Steven von SUUBI Community Projects Uganda hatten wir anhand der Schul- und Ferienzeiten sowie der Regenzeit einen Ausreisezeitraum im Juni/Juli 2021 festgesetzt. Schnell wurde allerdings aufgrund der andauernden Pandemiesituation klar, dass wir leider vorerst nicht selbst ausreisen können.
Unsere amerikanischen Kollegen von Engineers without Borders, welche vor Ort in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, einen Sitz haben, werden für uns die Erkundung durchführen, sodass wir trotzdem Fortschritte mit unserem Projekt machen können. Momentan sind wir dabei, eine Wish-List zu verfassen, durch die wir bei der „Remote Erkundung“ all die Informationen bekommen, welche wir für die weitere Planung benötigen. Hierbei werden zum Beispiel weitere Informationen zur Gestaltung des Gebäudes, dessen Statik, der Wasser- und Sanitärversorgung sowie der solaren Stromversorgung gesammelt. Mit Hilfe der Kompetenzgruppen Hochbau und WASH unserer Organisation nimmt die Wish-List Gestalt an und die Schule kann bald besucht werden. Wir sind etwas traurig, dieses Jahr nicht selbst die Schule sowie ihre Lehrenden und SchülerInnen treffen zu können, sind aber sehr froh, dass wir auf diese Weise die Erkundung trotzdem durchführen können.
Zu Steven haben wir regelmäßig Kontakt und er beantwortet unsere Fragen sehr schnell und zuverlässig. Mehrmals hat er die Schule für uns schon besucht und dort Fotos gemacht, damit wir uns die Situation vor Ort besser vorstellen können. Außerdem hat er den Lehrenden und SchülerInnen von unserem Projekt erzählt. Sie freuen sich auf unsere Unterstützung.
Für das Gebäude haben wir schon erste CAD Zeichnungen angefertigt und die Planung wird immer konkreter.
Außerdem wächst unsere Regionalgruppe! Am Anfang bestand sie hauptsächlich aus Studierenden, nun unterstützen uns immer mehr Berufstätige mit ihrem Wissen, wodurch die Planung noch schneller vorangeht. Durch die zusätzliche Unterstützung der Kompetenzgruppen sind wir zuversichtlich, dass wir unser Projekt gut umsetzen können!

Uganda: Unterkünfte für die Lehrenden der Lauren Patterson Memorial School
Seit Ende Mai arbeiten wir an einem neuen Projekt an einer Schule nahe Kampala in Uganda.
Lange Zeit war die Regionalgruppe Kassel ohne ein konkretes Projekt, deswegen freuen wir uns jetzt umso mehr über die neue Aufgabe.
Ziel des Projektes ist der Bau eines Wohngebäudes auf dem Schulgelände für die Lehrenden, um die Kosten für die Unterbringung und den Transport, die aktuell noch anfallen, einzusparen. So ist es möglich die Schulgebühren zu senken, um mehr Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen, die Zukunftschancen der Kinder zu erhöhen und deren Lebensbedingungen zu verbessern. Dass die Lehrenden auf dem Schulgelände wohnen, trägt außerdem zur Sicherheit der Schule bei.
Weiterhin soll in dem neuen Gebäudeblock ein Raum für Schulungen mit den Eltern und anderen Community Mitgliedern entstehen. So können auch die Fähigkeiten der Erwachsenen verbessert werden, wovon die Lebensqualität der gesamten Familie profitieren wird.
Die Schule in Kabawala ist im Jahr 2012 aus einer Eigeninitiative der Community vor Ort entstanden. Für viele Kinder war es nicht möglich, die 6 km weit entfernte Schule zu erreichen. Daraufhin wurden für den Unterricht im Ort Lehmgebäude errichtet, dennoch bekamen viele Kinder aufgrund von Kapazitätsproblemen Unterricht im Freien. Nach 4 Jahren in Betrieb stand die Schule wegen mangelnder Sicherheit kurz vor der Schließung bis sich unser Projektpartner Suubi Community Projects Uganda bereit erklärt hat, für die Schule neue Klassenräume zu bauen und die Schule mit Wasser und Latrinen auszustatten.
So können die Kinder nun in sicherer Umgebung lernen. Aktuell hat die Schule hat ca. 480 SchülerInnen und 14 Lehrende. Die meisten Kinder kommen aus Familien, die nur ein geringes Einkommen aus der Landwirtschaft beziehen.
Die Schule mietet aktuell Unterkünfte für das Lehrpersonal in der Nähe der Schule an und stellt den Transport zur Schule täglich auf eigene Kosten sicher. Diese Kosten werden auf die Schulgebühren umgelegt, was diese zusätzlich in die Höhe treibt und vielen Familien wichtige Ressourcen raubt. Einige Kinder der Community können auf Grund der Schulgebühren immer noch nicht zu Schule gehen. Durch den Bau der Unterkunft für die Lehrenden und damit der Reduktion des Schulgeldes soll mehr Kindern in Kabawala der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.
Aktuell bereiten wir die erste Erkundung vor. Während der Ausreise wollen wir vor allem alle relevanten Stakeholder treffen, mit ihnen über das Projekt reden sowie eine Grundlage zur Umsetzung des Gebäudes schaffen. Seit Ende Mai arbeitet unsere Regionalgruppe an dem Erkundungsantrag und der groben technischen Bauablaufplanung, um die Erkundungsausreise so gut wie möglich vorzubereiten. Dabei stehen wir in engem Kontakt zu unserem Projektpartner Suubi.
Da eine Ausreise dieses Jahr coronabedingt nicht mehr möglich sein wird, haben wir, orientiert an der Regenzeit im Frühjahr in Uganda (März bis Mai) und an den Schulzeiten, den Zeitraum für unsere erste Erkundungsreise zwischen Juni und Juli 2021 festgelegt. Wir freuen uns, dass erste Mal die Schule zu besuchen und alle Grundlagen für unsere Projektumsetzung zu schaffen! Bis dahin werden wir versuchen so viel wie möglich von Kassel aus vorzubereiten. Geplant ist den ersten Kontakt mit dem Lehrer/Eltern-Committee aufzunehmen und natürlich mit verschiedenen Fundraising-Aktionen fleißig Geld zu sammeln!

Überregionale Zusammenarbeit mit Suubi Community Projects
Aus der Zusammenarbeit der Regionalgruppe Darmstadt mit Suubi Community Projects Uganda seit Anfang 2019 ist eine größere Kooperation zwischen Suubi und Ingenieure ohne Grenzen entstanden. Neben unserem Projekt, dem Bau einer Unterkunft für Lehrende an einer Schule nahe Kampala, existieren bereits zwei weitere Projekte mit Suubi als Projektpartner, die ebenfalls Teil des Programmes “Grundversorgung für Schulen” sind.
Unsere Regionalgruppe aus Kassel arbeitet seit Ende Mai an einem Projekt an der Lauren Patterson Memorial School (UGA IoG 14). Dort soll eine neue Unterkunft inklusive Stromversorgung durch Solaranlagen und sanitäre Einrichtungen für die Lehrenden der Schule gebaut werden. Somit können Kosten eingespart werden, die normalerweise für den Transport und die Unterbringung der Lehrenden gezahlt werden, um eine Reduktion des Schulgeldes zu erreichen. Die Verringerung des Schulgeldes soll vor allem Kindern aus einkommensschwachen Familien in der Region Zugang zu Bildung ermöglichen. Für weitere Infos empfehlen wir den Blogpost „UGANDA: UNTERKÜNFTE FÜR DIE LEHRENDEN DER LAUREN PATTERSON MEMORIAL SCHOOL“ zu unserem Projekt.
Die Regionalgruppen Paderborn und Bielefeld unterstützen die Bischop Willis Demonstration School in Iganga (UGA IoG 13), an der sehbeeinträchtigte Schüler*innen unterrichtet werden, beim Neubau von Unterkünften. Diese sollen sowohl den Schüler*innen, als auch deren Lehrer*innen dienen. Ebenso sollen die Sanitäranlagen und die Wasserversorgung für die sehbehinderten Schüler*innen angepasst und erweitert werden.
Die Regionalgruppe Darmstadt unterstützt seit 2019 die Sittankya Primary School in Misobwa Village (UGA IoG12). Gemeinsam mit der Schule und unserem Projektpartner wurde sich zum Ziel gesetzt, die Schule mit einer gesicherten Wasserversorgung, einer Handwaschstation und ausreichend Latrinen auszustatten.
Durch die räumliche Nähe der drei Projekte zu Kampala sowie die Kooperation mit dem gleichen Projektpartner ist eine intensive Zusammenarbeit entstanden. Seit dem 05. April finden mittlerweile regelmäßig Telefonkonferenzen mit allen drei Regionalgruppen statt. Dadurch stehen wir in engem Kontakt zueinander und unterstützen uns gegenseitig mit Materialien oder Informationen.
Die Regionalgruppen Paderborn und Bielefeld wollten noch in diesem Jahr für eine Erkundung nach Uganda ausreisen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Ausreise leider auf eine unbestimmte Zeit verschoben worden. Sobald eine Ausreise wieder möglich sein sollte, kann die RG Paderborn / Bielefeld in diesem Zuge auch unserer Schule einen ersten Besuch abstatten.
Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung!

