Die Erkundung nimmt Fahrt auf (28.01-04.02.)

Die Erkundung nimmt Fahrt auf (28.01-04.02.)

Am Donnerstag stand das erste Treffen zwischen Ingenieure ohne Grenzen, Engineers Without Borders Sierra Leone und MADAM in Makeni auf der Tagesordnung. Nach einem regen Austausch wurde klar, dass die Grundsätze aller Beteiligten stark übereinstimmen und einer weiteren Zusammenarbeit im Hinblick auf ein potentielles Sanitärprojekt nichts im Wege steht. Nach dem Treffen verabschiedeten wir Mohamed S. Khalil, den Direktor von Engineers without Borders Sierra Leone (EWB SL) und nahmen die beiden Volontäre der Organisation, Ibrahim und Edward, die mit ihm angereist waren, mit zurück nach Makali. Beide unterstützten uns in den folgenden Tagen tatkräftig bei unserer Erkundung.

Eine besonders große Hilfe waren beide bei dem am Samstag mit Handwerkern und Vertretern von verschiedenen Interessensgruppen abgehaltenen Workshop. Dabei wollten wir möglichst viel über die aktuelle Sanitärsituation in Makali und der Umgebung erfahren, Hygieneaufklärung betreiben, die Trockentrenntoiletten Technik vorstellen. Ein weiterer Teil unseres Zieles war mit den anwesenden Handwerkern zu besprechen, wie eine Trenntoilette mit den lokalen Mitteln errichtet werden könnte. Die Volontäre von EWB SL übersetzten die Diskussionen für uns. Wir waren überrascht wie offen die Anwesenden, Frauen wie Männer, mit diesem oft heiklen Thema umgingen. Am Ende hatten wir einen groben Plan für eine aus lokalen Materialien erstellte Toilette mit einer Preiseinschätzung. Die Teilnehmer zeigten sich für das erlernte Wissen sehr dankbar.

Die restlichen Tage nutzten wir, um weitere Informationen zu sammeln über Details die Einfluss auf das angedachte Sanitärprojekt haben könnten. So haben wir unter anderem weitere Wasserproben von den lokalen Brunnen und Wasserstellen untersucht und eines der abgelegenen kleinen Dörfern besucht. Auch besprachen wir  mit den Angestellten des Makali Aggricultural Training Centers die Verwertung des bei einer Trenntoilette anfallenden Düngers und bauten mit den Kindern der Schule Tippy Taps, einfache Handwaschanlagen.

Darüber hinaus haben wir uns weiter an das ländliche Leben von Makali gewöhnt und mit vielen Bewohnern gesprochen. Dabei hat man immer das Gefühl dass uns bereits jeder kennt während wir immer wieder neue Gesichter sehen. Auch die lokale Art und Weise Gebäude zu bauen, Landwirtschaft zu betreiben und die Kultur werden uns immer vertrauter. So sind wir es mittlerweile langsam gewöhnt von jedem als Amputo (Weißer Mensch) bezeichnet zu werden und können das gebrochene Englisch vieler Sierra Leoner besser verstehen.

Morgen ist unser letzter voller

Tag in Makali bevor wir am Donnerstag Abend wieder nach Makeni abreisen. Dort wollen wir am Freitag und Montag mit MADAM die nächsten Schritte in Richtung des Projekts unternehmen.