Der lange Weg zurück (04.02-12.02)

Der lange Weg zurück (04.02-12.02)

Den letzten vollen Tag in Makali verbrachten wir damit uns von unseren Bekannten zu verabschieden. Das große U12 Fußballspiel in Makali gegen die Lokalrivalen aus Mashingbi bot uns dazu eine gute Gelegenheit. Die Stimmung überraschte uns. Im Vergleich zu einigen 2. Liga Spielen in Deutschland war sie hervorragend. Das erste und einzige Tor des Spiels fiel für Makali und die Zuschauer waren euphorisch. Die siegreiche Mannschaft wurde im Anschluss auf der Ladefläche eines Pickups triumphal durchs Dorf gefahren.

Am Donnerstag mussten wir zurück nach Makeni. Nach einem letzten Spaziergang durch das Dorf saßen wir auf unseren gepackten Sachen vor dem Center und warteten auf die Ankunft des für 14h angekündigten Wagens. Erst um 18:00 Uhr war der Geländewagen schlussendlich da und wir konnten endlich nach Makeni aufbrechen. Die Fahrt war erlebnisreich. Bei dem Versuch kurz an der Straßenseite zu halten, rutschte der Toyota von der Straßenkante ab und setzte mit der hinteren Federung auf dem Asphalt auf während die beiden rechten Reifen frei über dem kleinen Straßengraben hingen. Nach ca. einer Stunde war der Wagen wieder fahrbereit und wir kamen im Endeffekt spät abends in Makeni an.

Am Freitag fand dort das Abschlussmeeting mit unseren Partnern von MADAM statt.

Am Wochenende nutzten wir durch gute Planung freigewordene Zeit um uns in der Innenstadt umzuschauen.

Am Montag mussten wir in letzter Minute unseren Transport in die Hauptstadt Freetown neu planen da unser originaler Plan ausfiel und wir wegen einem Termin mit dem deutschen Botschafter pünktlich am nächsten Tag dort sein mussten. Zusätzlich mussten wir uns dort auch um eine neue Unterkunft kümmern, da unser Kontaktmann in Freetown an Malaria erkrankt war und nicht mehr in einem Zustand war das für uns zu machen.

Glücklicherweise konnten uns MADAM beim Transport und EWB SL bei der Unterkunft aushelfen so dass wir nach einigem trotzdem nach Freetown aufbrechen konnten. Leider war das nicht das letzte Problem. Nach dem Termin bei dem Botschafter, dem wir Ingenieure ohne Grenzen sowie unser Projekt vorstellten, wollten wir in die Stadt um noch Geld zu holen. Auf dem Weg durch die Innenstadt, ganz in der Nähe des Wahrzeichen der Stadt, dem Cotton Trees, stellte sich Charlie plötzlich ein junger Mann in den Weg, während sich ein zweiter eng an ihm vorbeischob. Eine Sekunde später war klar: jemand hatte ihm das Smartphone aus der Tasche gezogen.

Der Diebstahl passierte so schnell, dass wir keine Chance hatten den Dieb in der Menge ausfindig zu machen.

Wir werden den Diebstahl heute, in Begleitung eines Sierra Leoners, bei der Polizei melden. Den restlichen Tag wollen wir dazu nutzen weitere Gespräche mit EWB SL zu führen und einen Vortrag für morgen vorzubereiten.

14.02.2014 08:00, Jennifer Cockx