Happy Birthday Trockentrenntoiletten!
Unsere Trockentrenntoiletten sind im April ein Jahr alt geworden. Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist! Höchste Zeit für eine erste Bilanz: vor Ort werden die Toiletten gut angenommen und instandgehalten, berichtet unser lokaler Projektpartner. Auch die der Schule zugehörige Kirchengemeinde kommt viel Interesse an der Idee der nachhaltigeren Sanitärversorgung. Doch ein genauerer Blick zeigt auch, dass sich nicht alles wie erwartet entwickelt hat. Der Füllstand der Fäkalienkammern ist bislang niedriger, als wir erwartet haben. Warum das so ist, können wir derzeit noch nicht abschließend sagen. Eine mögliche Erklärung ist, dass besonders die jüngeren Kinder im Umgang mit den neuen Toiletten noch zurückhaltend sind und möglicherweise noch nicht ausreichend geschult wurden. Solche Anpassungen brauchen Zeit. Wir gehen davon aus, dass die Menge an Fäkalien in Zukunft steigen wird, wenn die Kinder sich an die neuen Toiletten gewöhnt haben. Diese Entwicklung ist entscheidend, denn sie steht in direktem Zusammenhang mit dem nächsten Projektschritt: der Kompostierung.
Aus Abfall wird Ressource: Der Kompost
Ein zentrales Ziel unseres Projekts ist es, Kreisläufe zu schließen. Die anfallenden Fäkalien sollen daher gemeinsam mit Grünschnitt und organischen Abfällen zu Kompost verarbeitet werden. So entsteht ein wertvoller Dünger, der im Schulgarten eingesetzt werden kann. Das reduziert nicht nur den Entsorgungsaufwand vor Ort, sondern schafft auch einen direkten Mehrwert für die Gemeinschaft durch die Aufwertung der Ressourcen.
Für die Konstruktion des Kompostes sind verschiedene Aspekte wichtig. So sollte der Inhalt sowohl vor Regen, als auch vor Austrocknung geschützt sein. Das Behältnis sollte luftdurchlässig sein, um eine Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Schließlich sollte der Bau auch witterungsbeständig sein und einfach durch vor Ort vorhandene Materialien gebaut werden. Nach einigen Skizzen und Überlegungen haben wir uns auf ein Konzept geeinigt, welches alle diese Anforderungen erfüllt. Die leckeren Muffins, die ein Mitglied netterweise mitgebracht hat, haben dabei natürlich geholfen.
Eine tragende Rolle: Das Dach
Neben der Verbesserung der sanitären Einrichtungen, ist die Neugestaltung des Daches ein zweiter zentraler Baustein des Projekts. Auch hier geht es in großen Schritten voran, denn wir konnten in den letzten Wochen einen Entwurf der Statik fertig stellen. Ein besonderer Erfolg ist hierbei, dass wir im Sinne der Nachhaltigkeit und der Kostenersparnis möglichst viele bereits vorhandene Materialien in unsere Dachkonstruktion wiederverwenden wollen. Warum neue Ressourcen verbrauchen wenn man mit denen Arbeiten kann, die schon vor Ort sind?
Aktuell wird die Statik überarbeitet und geprüft. Im nächsten Schritt folgt die Ausführungsplanung, ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung.




