Bali – Ein Paradies? Themenabend im Projekthaus Potsdam
31.Januar 2013
Beginn:
18.00 Uhr Vokü (balinesisches Essen),Infostände (u.a. Amnesty International)
19.00 Uhr Foto- und Filmvorträge
anschließend Diskussion, Dokumentarfilm und „tropisches“ Lagerfeuer.
Referenten:
Frank Otto
Fachschule für Sozialwesen der Hoffbauer gGmbH in Potsdam Hermannswerder, Fachbereichsleiter der Erzieher_innenausbildung
Steffen Mörbitz und Steffen Peters
Projektkoordinatoren „Ingenieure ohne Grenzen e.V.“
Der Referent Frank Otto besuchte im Sommer 2012 die Insel und wird von seinen Eindrücken dort berichten. Er ist in Balis Alltag eingetaucht und fasziniert von einer immer noch lebendigen Kultur. Der Referent Steffen Mörbitz, Koordinator bei Ingenieure ohne Grenzen e.V., lebte 8 Monate auf Bali. Er wird u.a. von der Zusammenarbeit mit den balinesischen Partnern und einer Projektplanung berichten.
Wer an Bali denkt, stellt sich traumhafte Strände, bunte Korallenriffe, grüne Reisterrassen und herrliche Palmenwälder vor. Bali ist eine kleine Insel, kaum größer als die Pfalz. Anders als im sonstigen Indonesien ist der Hinduismus die bestimmende Religion. Schon am Flugplatz begegnen einem die ersten Schreine. Das tägliche Schmücken der Familientempel gehört zu den Selbstverständlichkeiten nahezu aller Balinesen. Die „Insel der Götter“ fasziniert mit prächtigen religiösen Festen und Zeremonien.Die Grenzen zwischen Kultur und Kommerz fangen jedoch an zu verschwimmen. Doch noch halten es sich Balinesen zugute, ein Drittel des Tages den Göttern zu widmen.Ist es der „Götterinsel“ bis jetzt gelungen, sich anzubieten ohne sich preiszugeben? Kann der Tourismus auf die breiten Südstrände begrenzt werden oder ist Bali schon das „Mallorca der Australier“? Der Tourismus greift zunehmend in das Leben der Bewohner ein. Er führt bei einigen zu größeren Wohlstand, bedroht jedoch die Alltagskultur.
Die gemeinnützige balinesische Organisation „Yayasan Gaia-Oasis“ hat mit „Ingenieure ohne Grenzen e.V.“ eine Zusammenarbeit bei der Abfallbehandlung in der Kleinstadt Tejakula begonnen. Vor zwei Jahren startete die örtliche Verwaltung mit der Abfallsammlung in Tejakula. Die Menge des gesammelten Abfalls ist bereits jetzt (mit 100 Tonnen pro Monat) schon so groß, dass der größte Teil offen verbrannt wird und damit eine massive Gefahr für die lokale Umwelt wie auch die Bevölkerung darstellt. Die Projektgruppe „Solid Waste Reduction“ (SoWaR) der Berliner Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen e.V. (IoG) hat vor zwei Monaten eine Machbarkeitsstudie zum Thema Abfallverringerung abgeschlossen. „Yayasan Gaia- Oasis“ arbeitet derzeit gemeinsam mit „Ingenieure ohne Grenzen e.V.“ an der Planung eines Modellprojektes.
17.01.2013 10:13, Helmut Wolman