Projektantrag fertig - nun wird es konkret
Nach der Erkundung auf Bali ist nun endlich unser Projektantrag fertig. Basierend auf den dabei gewonnen Erfahrungen und Kooperationen steht nun unser Aktionsplan fest und Anfang November 2013 werden zwei bis drei Projektmitarbeiter_innen der Ingenieure ohne Grenzen Berlins nach Bali reisen und die Arbeiten aufnehmen. Geplant ist neben dem Etablieren einer Abfalltrennung auch eine starke Zusammenarbeit mit Studenten_innen einer örtlichen Hochschule.
Wie im letzten Blogbericht zu lesen war, haben wir uns Anfang 2010 gegründet, mit dem Ziel unsere Partnerorganisation darin zu Unterstützen, nachhaltige Lösungen für das Müllproblem im Norden von Bali zu finden. Nach einem Jahr Vorbereitung und dem Aufbau einer Projektgruppe konnte dann unser Projektinitiator Steffen M. 2012 zur Erkundung nach Indonesien ausreisen. Zurück kam er im November letzten Jahres mit vielen Neuigkeiten und Fakten auf deren Basis wir nun den Projektantrag einreichen konnten.
Unsere verlässliche Partnerorganisation ist seit der Erkundung die gemeinnützige Organisation „Yayasan Gaia-Oasis“. Sie wird dankenswerter Weise auch unsere Projektmitarbeiter beherbergen. Mit ihnen zusammen ist nun geplant auf technischer aber auch auf gesellschaftlicher Ebene einen neuen Umgang mit Abfall zu etablieren.
Auf technischer Ebene wollen wir in der Gegend um unseren Projektort Tejakula im Norden Balis Abfallbehälter aufstellen um das Trennen von Bio- und Plastikmüll zu ermöglichen und zu fördern. Auf wirtschaftlicher Ebene wollen wir eine stärkere Zusammenarbeit mit den bereits aktiven Abfallsammlern und Abfallaufbereitern anregen um auch Umweltfragen angehen zu können.
Schlussendlich, und das wird unser größter Bereich in dieser Projektphase sein, wollen wir auf sozialer Ebene mit der örtlichen Hochschule „SMA1“ und deren Studenten im Alter von 16 bis 18 Jahren zusammenarbeiten. Geplant sind Aktionen um gemeinsam Abfall zu sammeln und zu trennen. Zu dem werden über den Zeitraum von einem Jahr Workshops durchgeführt. So besteht die Idee mit GPS-Geräten illegale Müllhalden aber auch Wertstoffhändler aufzuspüren und auf einer Karte zu verorten. Diese Karte soll dann mit den verschiedenen Aktionsberichten auf einem Blog der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir möchten dabei die Studenten_innen darin unterstützen, einen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Abfall und Umwelt anzustoßen.
Am Rande dieser konkreten Projektaktivitäten möchten wir weitere Erfahrungen, Ideen und Daten sammeln, welche Schritte und Lösungen in Zukunft nötig sind, um die Belastungen für Mensch und Umwelt durch Abfall weiter zu minimieren.
Wir hoffen durch unsere Aktionen die Menge des biologischen Abfalls, welcher durch Kompostierung wiederverwendet werden kann zu erhöhen und die Belastung der Umwelt durch rücksichtsloses Wegwerfen von Plastikabfall zu reduzieren.
Zur Durchführung dieser Schritte suchen wir nun Spendengelder in Höhe von 13.000 €. Wir freuen uns auf die Durchführung und jede Unterstützung ist willkommen.
05.05.2013 21:45, Helmut Wolman