Es werde Licht… Die Ankunft der ersten Solarlampen

Es werde Licht… Die Ankunft der ersten Solarlampen

Bisher erfolgte die Beleuchtung in den Wohnhäusern des Zentrums mit gefährlichen und gesundheitsgefährdenden Öllampen. Das erste Ziel war daher der Ersatz dieser Lampen durch strombetriebene Lampen.

Nach ersten Entwürfen in der Regionalgruppe Frankfurt, eine zentrale Stromversorgung für das Dorf, ggf. mit 230 V AC, mit umfangreicher Verkabelung, großen Solarpanelen und entsprechenden Akkus selbst zu entwickeln und zu errichten, haben wir uns schließlich für die Verwendung kleiner, industriell gefertigter Komponenten entschieden. Damit sollten u. a. folgende Ziele erreicht werden:

  • keine Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor gefährlicher Spannung erforderlich
  • wesentlich kostengünstigere Lösung 
    (keine Installation zwischen den Häusern mit Kabel, Anschlussdosen, Sicherungen, Schaltern usw. erforderlich)
  • erheblich größere Ausfallsicherheit,
  • einfache Wartung und Instandhaltung; kann durch die Bewohner selbst bzw. Serviceleistungen der Herstellerfirma erfolgen
  • Bewohner können sich schrittweise mit ihrer neuen Technik vertraut machen und eigene Verantwortlichkeit dafür entwickeln
  • modulare Aufbau ermöglich schrittweise Erweiterbarkeit
  • einfacher Austausch bei Ausfall einzelner Komponenten

Wir informierten uns detailliert über Solarlampen verschiedener Hersteller, legten den Fokus unserer Recherche jedoch auch darauf, ob es in Kambodscha oder den umgebenden Ländern einen Hersteller für Solarlampen gibt. Dabei stießen wir auf ein Unternehmen in Kambodscha, das Solarlampen herstellt, die an die klimatischen Besonderheiten in Kambodscha und die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung angepasst sind. Eine befreundete Regionalgruppe stellte uns eine Solarlampe dieses Typs zur Verfügung, so dass wir diese über mehrere Wochen testen, auseinander bauen und uns damit vertraut machen konnten. Aufgrund unserer positiven Erfahrungen mit der Lampe empfahlen wir unserem Projektpartner die testweise Anschaffung einer kleinen Anzahl von Lampen.

Durch unsere Vermittlung zwischen dem Unternehmen und unserer Partnerorganisation konnten im November 2013 die ersten zehn ‚Moonlights‘ geliefert werden. Per Los wurden diese an die Bewohner durch den Verwalter Kimyean verteilt. Die Lampen wurden umgehend in den Häusern fest angebracht, ein erster Platz für die kleinen Solarpanels gewählt.

In den kommenden Wochen wird nun getestet, ob diese Stellen für die Panels gut geeignet, also verschattungsfrei sind, oder ob sie anders anzubringen sind. Außerdem erhalten wir vom Verwalter regelmäßig Nachricht, ob es zu Problemen mit den Lampen gekommen ist, welcher Art diese sind und wie diese behoben wurden. Seit der Installation gab es bisher noch keine Beanstandungen.

Insgesamt ist die Resonanz und Akzeptanz der stabilen und vergleichsweise günstigen Moonlights sehr gut. Weitere Solarlampen wurden bereits nachbestellt. Somit konnte dieses Teilprojekt bereits abgeschlossen werden.

13.12.2013 13:53, Antje Bäcker