L’eau, c’est la vie
21.04.2014 18:59, Sebastian Raab
Die letzte Woche war vor allem durch Restarbeiten an der Leitung geprägt: die restlichen Entlüftungs- und Wartungsschächte wurden betoniert und die zugehörigen Armaturen eingebaut. Somit gibt es jetzt auf der 2,2 km langen Leitungstrasse insgesamt vier Entlüftungs- und drei Wartungsschächte. Weiterhin wurden die Arbeiten an den vier Entnahmestellen abgeschlossen. Somit konnten am Montag nach einem abschließenden Dichtigkeitstest der gesamten Leitung die Gräben von den Dorfbewohnern verfüllt werden. Zur Kennzeichnung des Leitungsverlaufes wurde mit Hilfe von Luisa, Simon und Stephan eine Lage Absperrband in den halbverfüllten Graben eingelegt.
Überschattet wurden die abschließenden Vorbereitungen für das große Einweihungsfest am Mittwoch vor der Abreise von gleich drei Ereignissen. Am Montagnachmittag spülte ein unerwartet heftiger Gewitterschauer Teile des frisch geschlossenen Grabens wieder frei, sodass hier vor der Feier noch mal einige Helfer an`s Werk mussten. Am Abend fiel der Gruppe der Komplettausfall der Sumewa-Anlage auf, die auch durch intensiven Kontakt mit Deutschland nicht wieder zum Laufen gebracht werden konnte. Ursächlich war ein nicht identifizierbarer Ausfall in der Steuerung der Anlage, woraufhin diese von der Gruppe abgebaut und zur Reparatur wieder mit nach Deutschland gebracht wurde. Somit musste die Anlage für eine Übergangszeit ohne die Wasseraufbereitung betrieben werden.
Am Morgen vor der feierlichen Eröffnung des Systems mit zahlreichen geladenen Gästen und der Bürgermeisterin von Bangangté fiel Stephan und Simon auf dem abschließenden Kontrollgang ein Leck in der Leitung auf, das in einer Blitzaktion geflickt werden musste. Ursache war ein geplatztes Verbindungsstück von minderwertiger Qualität. Für einen weiteren Test blieb keine Zeit, daher konnte nur gehofft werden, dass das Wasser an der Schule ankommen würde.
Mit der gesamten Festgesellschaft wurden die verschiedenen Stationen der Wasserleitung besichtigt und die Besonderheiten erläutert. An der Wasserentnahmestelle an der Schule konnte sich die Bürgermeisterin schließlich erfolgreich und unter großem Jubel von der Funktion des Systems überzeugen und ein Glas Wasser zapfen.
Bei der anschließenden Feier mit zahlreichen Reden und Tanzeinlagen wurden die Ingenieure ohne Grenzen mit Urkunden der Kommune ausgezeichnet und der Schenkungsvertrag unterschrieben, mit der der Kommune Bangangté das komplette System übereignet wurde. Als krönender Abschluss wurde Luisa in einer traditionellen Zeremonie in den Stand einer Reine Mère erhoben als Dank für ihr fünfmonatiges intensives Engagement.
Bei der anschließenden Feier mit zahlreichen Reden und Tanzeinlagen wurden die Ingenieure ohne Grenzen mit Urkunden der Kommune ausgezeichnet und der Schenkungsvertrag unterschrieben, mit der der Kommune Bangangté das komplette System übereignet wurde. Als krönender Abschluss wurde Luisa in einer traditionellen Zeremonie in den Stand einer Reine Mère erhoben als Dank für ihr fünfmonatiges intensives Engagement.
Am Samstag Morgen hieß es Abschied nehmen. Mit dem Bus ging es für Luisa, Simon und Stephan in fünf Stunden von Bandiangseu nach Yaoundé zum Flughafen, von wo aus der Flieger die drei über Istanbul wieder zurück nach Deutschland brachte. Wohlauf und gesund kamen sie am Ostersonntag in Frankfurt an.