Projektgruppe beginnt mit konkreter Planung
Philipp Leube
17.06.2013 21:14
Ende April ist die Architekturstudentin Kristina Egbers von ihrer Reise nach Harare zurückgekehrt. Dort war sie, um sich einen persönlichen Eindruck von der bestehenden Schule und den Menschen vor Ort zu machen. Kristina wird uns im Rahmen ihrer Diplomarbeit unterstützen und dabei zunächst einen Masterplan für die gesamte Schule entwerfen. Anschließend wird sie Varianten für die einzelnen Schulgebäude erstellen und eine davon weiter ausarbeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auseinandersetzung mit der lokalen Kultur und den vor Ort verfügbaren Materialien, damit eine spätere Umsetzung authentisch, realisierbar und erschwinglich bleibt.
Parallel dazu hat die Projektgruppe bereits Konzepte für Sanitärlösungen erörtert, um die aktuell prekäre Entsorgungssituation dauerhaft zu lösen. Zusammen mit dem Projektpartner möchten wir eine Lösung umsetzen, die über eine einfache Entsorgung hinausgeht. Einfache Lösungsvarianten haben oftmals den Nachteil, dass die Endprodukte ohne Weiternutzung in den Toilettengruben- oder tanks bleiben, was zu einem weiteren Entsorgungsproblem und damit auch zu Umweltproblemen führt. Aus diesem Grund suchen wir bevorzugt nach Sanitärkonzepten, die eine Rückführung menschlicher Abfälle in Form von Dünger in den Nährstoffkreislauf ermöglichen. Zum Beispiel überlegen wir, die lokalen Farmer als Abnehmer der stabilisierten Endprodukte zu integrieren, wobei diese dann von kostengünstigem Dünger profitieren. Außerdem soll der gewonnene Dünger im geplanten Schulgarten eine weitere Verwendung finden. Das beste Konzept soll am Ende von einer erfahrenen, lokalen Organisation umgesetzt werden, mit der wir bereits in engem Kontakt stehen.
Sowohl Schul- als auch Sanitärvarianten werden wir in einer für Dezember 2013 geplanten Erkundungsreise zusammen mit dem Projektpartner in Form von Gesprächen und Workshops diskutieren und uns am Ende auf eine Variante einigen. Weiter soll die Erkundungsreise dazu dienen der Verfügbarkeit von Baumaterialien nachzugehen, den lokalen Partnerarchitekten zu treffen, Behördengänge zu machen, lokale Unterstützer und Partner zu treffen sowie allgemein für das Projekt zu werben.