Projektbeschreibung
Leesa Komanapalli
23.05.2013 09:59
Wir unterstützen eine Schule in Boyipalem, einem kleinen Dorf im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Diese Schule bietet bedürftigen Kindern Unterricht in englischer Sprache ohne von diesen Schulgeld zu verlangen. Sie ermöglicht 170 Kindern armer Familien und Kindern aus Heimen der Klassen eins bis fünf eine Grundbildung auf relativ hohem Niveau. Da die Stromversorgung der Schule häufig unterbrochen wird ist eine ungestörte Arbeitsatmosphäre nicht möglich.
Die Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm von Ingenieure ohne Grenzen hat sich zum Ziel gesetzt der Schule zu helfen, ihre Energiekosten durch eine alternative, zuverlässige Stromversorgung zu senken und den Fortbestand des Schulunterrichtes zu gewährleisten.
Die Schule, sowie ein auf demselben Gelände angesiedeltes Kinder- und Witwenheim, werden weitgehend durch Spenden finanziert. Ein großer Kostenfaktor ist die Stromversorgung. Obwohl das Schulgebäude an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist, ist die tatsächliche Verfügbarkeit von Elektrizität aufgrund häufiger Stromausfälle auf wenige Stunden am Tag begrenzt. Ohne das Betreiben von Lampen und vor allem Ventilatoren ist ein Schulbetrieb im extrem heißen Süden Indiens aber nicht denkbar. Zusätzlich verfügt die Schule über ein Computerlabor, welches durch die häufigen Stromausfälle kaum genutzt werden kann.
Bisher werden zur Überbrückung der Stromausfälle Dieselgeneratoren eingesetzt. Diese können den gesamten Strombedarf aber nicht decken und verursachen außerdem sehr hohe Kosten. Ingenieure ohne Grenzen möchte in einer Erkundung herausfinden, ob beispielsweise mit Hilfe von Photovoltaiktechnik oder auch Batteriesystemen die Stromversorgung dauerhaft verfügbar gemacht werden kann. Außerdem soll geprüft werden, ob beispielsweise durch Abschattung der Fenster die Wärmezufuhr verringert und durch Verwendung von LEDs der Stromverbrauch gesenkt werden kann.
Im Zuge des von Ingenieure ohne Grenzen angestrebten Nachhaltigkeitskonzepts ist die Überlegung, die zuständigen Gebäudetechniker in das neue System einzulernen, wordurch die Möglichkeit entsteht, weitere Einrichtungen selbstständig mit Photovoltaikanlagen bzw. Speichersystemen auszustatten. Auch könnte den Kindern durch eine Unterrichtseinheit zum Thema Photovoltaik die neue Technik nahe gebracht werden.
Die Erkundung ist für September / Oktober 2013 vorgesehen, aktuell laufen hierfür die Vorbereitungen. Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm wenden.