Drei Tage Unterricht - ein erstes Fazit

Drei Tage Unterricht - ein erstes Fazit

30.09.2014 18:59

Jakob Rauch

Um es kurz zu machen: Zwischen dem Unterricht in Deutschland und Indien liegen Welten. Inzwischen haben wir unser dritte Einheit zum Thema Abfall gehalten.

Die erste Herausforderung war zunächst die begrenzte Zeit, von höchstens 40 Minuten. Wenn die Schulglocke etwas später geschlagen wird, bleiben davon oft nur 30 Minuten übrig. Außerdem findet der Unterricht ja in Englisch statt, was weder von den Schülern noch von uns als Muttersprache gesprochen wird. Hinzu kommen die kulturelle Unterschiede, welche sich als wesentlich schwerer zu überbrücken herausstellen als von uns erwartet. So werden Fragen unsererseits grundsätzlich erst mal positiv beantwortet, auch wenn die Klasse eigentlich nichts verstanden hat. An ernsthafte Nachfragen ist erst gar nicht zu denken. Auf der anderen Seite sind die Schüler Experten im Auswendiglernen und Wiederholen. Hier vermissen wir häufig tieferes Verständnis des Themas. Dennoch haben wir das Gefühl, dass wir einige unserer Themen dennoch vermitteln konnten.

Los ging es am ersten Tag mit der Frage: Was ist eigentlich Abfall und in welche Fraktionen lässt sich dieser unterscheiden?Dazu haben wir im Vorfeld Bilder vorbereitet, die von den Schülern entsprechen der Fragestellung sortiert werden mussten. In der zweiten Stunde gingen wir dann genauer auf Probleme ein, die durch Abfall verursacht werden. Über mögliche Lösungen haben wir dann in der darauf folgenden Stunde gesprochen. Um jetzt auch wirklich aktiv zu werden, steht in den nächsten Tagen der Bau eines Komposts an. Parallel dazu sollen außerdem wieder Mülleimer auf dem Schulgelände aufgestellt werden.