Wissensdurst in Uganda - Mehr als Wasserversorgung schenken!

Wissensdurst in Uganda - Mehr als Wasserversorgung schenken!

Lena Westhof

24.11.2013 09:39

Wir wollen den Wissensdurst in Uganda mit Wasser stillen! Heute geht den Schülern in Gayaza zu viel Zeit zum Lernen durch lange und gefährliche Wege beim Wasserholen verloren. Wir planen, die Wasserversorgung für 400 Schüler durch den Bau von Regenwasser-Tanks zu verbessern, denn Regen gibt es in Uganda genug. Mehr Wasser bedeutet mehr Schüler und die Berufsschüler lernen die besonders umweltfreundliche und ressourcenschonende Bauweise, als Basis für einen Wissenstransfer in ihre Dörfer.

In Gayaza Village im Südwesten von Uganda ist die Lebenssituation noch schwieriger als in den anderen Landesteilen, da diese Region nach wie vor besonders stark von AIDS betroffen ist. Die Menschen leben unter sehr einfachen Verhältnissen überwiegend von der Subsistenz-Landwirtschaft. Das Wasser aus zwei kleineren Regenwassertanks ist schnell aufgebraucht. Dann müssen die Schüler der 'Secondary and Vocational School' ihr Wasser in der 3 km entfernten, verunreinigten Wasserstelle holen.Die Nachfrage nach Ausbildung steigt stetig. Daher ist ein Anstieg auf 700 Schüler geplant. Von ihnen sollen 300 als Boarding Students auf dem Schulgelände untergebracht werden. Das erfordert eine dauerhafte Verbesserung der Wasserversorgung.Dieses Ziel wird in mehreren Projektschritten umgesetzt. Im ersten Schritt entsteht ein unterirdischer Regenwassertank für die 'Secondary and Vocational School'. Damit wird die täglich verfügbare Wassermenge auf 7,5 Liter fast verdoppelt. In weiteren Projektschritten werden zwei baugleiche Tanks gebaut und zusätzlich ein Brunnen gebohrt.Der unterirdische Tank sammelt das Wasser in den Regenmonaten und speichert es zur täglichen Versorgung, insbesondere in den Trockenzeiten. Zum Bau werden ISSB-Ziegel (Interlocking Stabilized Soil Bricks) verwendet. Im Gegensatz zu dem landesüblichen Brennen von Ziegel kommt das ISSB-Verfahren ohne Brennholz aus. Die traditionelle Ziegelproduktion verbraucht das drei- bis vierfache Volumen der erzeugten Ziegel an Feuerholz und hat wesentlichen Anteil an der fortschreitenden Entwaldung. Die Schüler der Vocational School erhalten während der Bauzeit eine praktische Ausbildung in der ressourcenschonenden Bauweise als Basis für eigenes Einkommen und Wissenstransfer in ihre Dörfer. Die Schüler beteiligen sich mit ihrer Arbeitsleistung an den Baukosten; der Projektpartner ARCOS Uganda entsprechend seinen finanziellen Möglichkeiten.

• Projektlaufzeit: Feb. 2015 bis Sept. 2015

• Projektstandort: Gayaza, County Kyotera, District Rakai, Uganda

• Lokaler Projektpartner: ARCOS Uganda http://www.arcosuganda.co.nr/

• Projektkosten: € 22.000 Finanzierung:

- Eigenleistungen der Zielgruppe vor Ort: € 5.200

- Spenden: Ingenieure ohne Grenzen: € 16.800; davon fehlen uns noch € 9.100

Vor Ort werden ein Verantwortlicher und weitere Helfer in Tank-Wartung ausgebildet: Voraussetzung für den selbständigen Betrieb und den weiteren Ausbau. Unser lokaler Partner ARCOS kann eigenes Einkommen aus der Vermietung der ISSB-Pressen erzielen. Mit Verbreitung des im Projekt erworbenen Know-how wirkt ARCOS als wirtschaftlicher Impulsgeber für die umliegenden Dörfer.

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