Top Tank und Ministry of Agriculture
Donnerstag 27-01-2011
Daniel besuchte uns morgens um 8:30 und erzählte, dass er wen kennt, der uns eine Genehmigung zum Graben erteilen könnte. Mit diesem Kontakt wollte er sich nach unserem Besuch treffen. Danach würde er mit uns gemeinsam verschieden Schreiner aufsuchen, um herauszufinden welche Möglichkeit für die Kabinentüren die beste sei. Entweder fertige Türen zu kaufen oder Holz zu kaufen und einen Schreiner einzustellen, der gemeinsam mit den Eltern die Kabinentüren errichtet. Wie bei jeder Ausgabe aus dem Spendenbudget müssen auch hier jeweils drei Angebote eingeholt werden.
Jedoch rief uns Daniel später am Morgen an und musste uns vertrösten. Er hätte seinen Kontakt nicht erreichen können und keine Zeit mit uns nach Schreinern zu suchen.
Deswegen entschlossen wir uns kurzer Hand nach
Mombasa zu fahren, um Top Tank zu besuchen und uns gewünschten Tanks anzusehen. Wir ließen uns den günstigen Preis, den wir bereits am Telefon vereinbarten, nochmal bestätigen.
Anschließend riefen wir Dominic vom Landwirtschaftsministerium an und vereinbarten ein Treffen. Angekommen im Ministerium, welches etwas im Inland gelegen ist, hielten wir ein Meeting mit Dominic und seinem Vorgesetzten Billy ab. Er war sofort Feuer und Flamme und überlegte auch andere Schulen in dieses Projekt einzubinden. Gemeinsam gründeten wir eine Kooperation, um z.B. den Dünger aus den Toiletten in der nahe gelegenen Demonstrationsfarm zu testen und Vergleiche wissenschaftlich zu bewerten.
Außerdem haben wir vor gemeinsam mit Teacher George, Director Allan und interessierten Schülern einen Ausflug zum Ministerium zu machen. Anschaulich werden den Schülern dann die Besonderheiten in der Landwirtschaft erläutert. Ziel ist auch die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und der Schule zu verstärken.
Nach dem Besuch am Ministerium zeigten uns Billy und Dominic ein Research Centre, an dem das sogenannte Balcony Farming erprobt wir
d. Dies sind einfache Säcke gefüllt mit Erde und Schotter. Das Gemüse wird dann rundum in den Sack gepflanzt. Außerdem zeigten uns die örtlichen Verantwortlichen ihr Projekt zur Tomatenpflanzung, was einmalig in der Region ist. Bei der Gelegenheit konnten wir unser Projekt und die Trockentrenntoiletten erläutern. Wir beantworteten viele Fragen und konnten begeistern. Am liebsten hätten die Verantwortlichen gleich eine Toilette gebaut, um den Dünger zu sammeln und an ihren Testplantagen zu testen. Sowas stimmt uns glücklich und so fuhren wir zufrieden zu Dominics Wohnung. Wir quatschten etwas über Gott und die Welt bis es dann dunkel wurde. Das Matatu zurück erreichte unser Zuhause um acht Uhr und wir waren hungrig.
Glücklich und zufrieden langten wir rein und dachten nur noch an Ruhe.