NEMA-Probleme

NEMA-Probleme

Dienstag 15-02-2011

Stefans geschwollener Fuß änderte sich nicht großartig und so ging er zum örtlichen Krankenhaus. Dort verpasste man ihm eine Tetanusspritze stattete ihn mit Salben und Pillen aus.

Unerwartet besuchte uns an diesen Tag der unabhängige Umweltberater von letzter Woche. Damals erzählte er davon, wie klein und zukunfstweisend doch dieses Projekt sei und dass er annimmt wir bräuchten keinen Umweltbericht vorzulegen, da er die Anlage als unbedenklich einschätzen wird.

Nun da sich Meinungen schnell ändern, beichtet er uns heute, dass ein Bericht nach Aussage seines Vorgesetzten unumgänglich ist.

Er würde uns diesen Bericht für umgerechnet 950€ erstellen......

Nicht nur unseren Finanzierungsrahmen engt das ein, wir bekamen vorallem einen Schrecken für nachfolgende Projekte, denn jeder der diese Toiletten in diesem Distrikt bauen will, müsse dann einen solchen Bericht vorlegen und bezahlen.

Kurzer Hand entschloss Stefan sich dazu einen 2-Tages-Trip nach Nairobi zu buchen. Er würde unseren Kontakt im Ecosan Büro konsultieren, welches in Kenia bereits über 1000 solcher Trenntoiletten gebaut hat. Diese erklärten sich dazu bereit uns in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit würde Stefan einen Schritt in Richtung Kentainers und Polytank machen und sich um die Lieferung der bereits vor 3 Wochen bestellten Produkte persönlich kümmern.

Dennoch ging die Arbeit voran und so wuchs unter Verenas Leitung die Höhe der Toiletten. Der Unterbau war in Windeseile hochgezogen und es blieb noch Zeit für das sogenannte „Cutting of the Keys“, den Fugenglattstrich. So bekamen die Mauern für die zukünftigen Kammern ein ansehnliches Äußeres.

An diesem Tag besuchte uns zudem Ali, ein guter Freund von Karsten. Er fragte ob wir für seinen Sohn die Möglichkeit eines Praktikums bieten könnten. Dieser möchte unbedingt Bauingenieur werden und in Zukunft in Deutschland studieren. Diese Unterstützung würden wir ihm nicht verwehren.

Ein weiteres Meeting kam durch Teacher George, Director Allan, Dominic und uns zustande. Dominic brachte uns die Botschaft, dass sein Office wie wir ja bereits wussten nicht offiziell für unseren District zuständig ist. Wir müssten wegen offiziellen Angelegenheiten das Office in Msambweni konsultieren, oder deren Erlaubnis erfragen, die Angelegenheit in Likoni zu bearbeiten. Auf ein Datum einer trotzdem möglichen Expedition mit den Schülern konnte sich noch nicht geeinigt werden.

Ausgestattet mit dem Nötigsten und eingedeckt mit Medikamenten machte sich Stefan noch am selben Abend mit dem Bus in Richtung Nairobi auf. Eine ruckelige Zehn-Stunden-Fahrt würde ihn erwarten.