Es wächst, aber...

Es wächst, aber...

Freitag 04-03-2011

..uns nicht schnell genug. Die verlorenen drei Wochen vom Beginn, machen sich nun bemerkbar. Nervosität wäre berechtigt, aber Verena und Stefan haben schon zuviel kenianische Mentalität aufgesogen, sodass Stress schnell verblasst. Vielleicht macht es aber auch die derzeit anhaltende Hitze, die uns nicht weit planen lassen kann.

Jede Anstrengung ist ein Kampf und so kann man nur unsere Arbeiter auf der Baustelle bewundern.

An diesem Freitag wurden uns die Stahltüren und die Fenstersteine geliefert. Außerdem veranstalteten wir mit allen Lehrern, eine Art Kick off Meeting. Wir leiteten eine Runde ein, in der die Lehrer sich zum Thema der Trenntoilette austauschen sollen. Das Material, welches wir bereits letztes Jahr geschickt hatten dient als Grundlage, um den Unterricht zu bereichern. Wir baten um Anregungen und Meinungen, doch die Schüchternheit der Meisten ließ die Münder geschlossen.

Für die nächsten Wochen erhoffen wir uns mehr Beteiligung. Vielleicht werden die Ideen, nach dem Schulausflug zum Landwirtschaftsministerium am Montag und dem beginnenden Training durch Wycliffe Osumba gegen Ende der Woche, gesteigert. Wycliffe unterstütze uns schon bereits während der Erkundung im vorigen Jahr durch seine Präsentation zum Thema ökologische Sanitäranlagen, insbesondere der Trockentrenntoilette. Damals kamen ausschließlich positive Reaktionen.

Spontan traf Daniels Cousin Daniel am Nachmittag ein. Vor knapp fünf Wochen hatten wir uns seine Schule angeschaut und mit ihm die Schritte besprochen, die zum Starten eines Projektes mit „Ingenieure ohne Grenzen“ notwendig sind. Daniel hatte damals ein reges Interesse an den Trenntoiletten und so arbeitete er gemeinsam mit Karsten (RG Köln) ein Konzept aus. Bei unserem Treffen fanden sich ebenso der Bischof der Gemeinde, ein Pastor und der Projektmanager der Apostolischen Schule ein. Wir erläuterten nochmals die Schritte und klärten Unklarheiten. Außerdem machten wir klar, dass erst Spenden eingesammelt werden können, wenn eine erfolgreiche Erkundung absolviert wurde.