Volles Programm in der zweiten Woche

Volles Programm in der zweiten Woche

Als erste konkrete Schritte der Vorerkundung wird der Schulunterricht vorbereitet. Außerdem durften wir als Teil einer Delegation der Schule an einer kenianischen Hochzeit teilnehmen und ein weiteres Hilfsprojekt in Ukunda kennenlernen.

 

In Vorbereitung auf den Schulunterricht zum Thema erneuerbare Energien haben wir am Freitag probeweise den von Fischertechnik gesponserten Oeco Tech Modellbaukasten aufgebaut.

Der Baukasten ermöglicht den Aufbau von 10 verschiedenen Modellen. Mithilfe der Miniatur-Anlagen können z.B. die Prinzipien von Wind- und Wassermühlen, elektrischen Generatoren und Photovoltaik-Anlagen anschaulich demonstriert werden.

Schon die ersten testweisen Aufbauten blieben den aufmerksamen Kinderaugen in der Schule nicht verborgen, und so waren wir innerhalb kürzester Zeit von einer Meute kleiner neugieriger Wissenschaftler umzingelt. Die Kinder hatten nach einer kurzen Erklärung des direkten Solar-Antriebs sofort verstanden, dass sie durch Abdecken der Solarzelle den Motor zum Stilltand bringen können. Natürlich wollte jedes Kind selbst einmal die Solarzelle mit den eigenen Händen abdecken. Sogar die Tatsache, dass unser Ventilator deshalb nur tagsüber und nicht nachts funktionieren wird, haben die Kleinen sofort verstanden und uns stolz diesen Nachteil des Systems selber erklärt.

Das Modell durften wir erst wieder im Lehrerzimmer verstauen, nachdem wir den Kindern versprochen hatten alle Klassen einmal einzeln mit einem Modell zu besuchen und ihnen alles in Ruhe zu erklären.

In unserem nächsten Bericht am Ende dieser Woche werden wir nochmal genauer auf die Schule, die Klassen und die Kinder eingehen. Dann werden wir auch Gelegenheit haben zu erläutern, wie wir in Abstimmung mit der Schulleitung unsern Wissenstransfer in den Lehrplan der Schüler einbauen werden.

Neben den Aktivitäten für den Wissenstransfer durften wir am Samstag als Teil einer Delegation der Schule an einer kenianischen Hochzeit der Reedemed Gospel Church teilnehmen. Zum einen war die Hochzeit für uns eine Möglichkeit die kenianische Kultur besser kennenzulernen. Zum anderen konnten wir die Chance nutzen, um weitere Kontakte vor Ort zu knüpfen.

Auf diesem Weg lernten wir Fabian Dörr, den Mit-Gründer der Organisation „Wir helfen in Ukunda e.V.“ aus Ulm kennen. Die Organisation unterstützt seit 7 Jahren den Ausbau des Gesundheits- und Bildungswesens in Ukunda.

Das neueste und größte Projekt des Vereins ist das „Neema Dorf“ in Ukunda. Fabian lud uns auf der Hochzeit gleich für den nächsten Tag zur Ortsbegehung für das Neema Dorf offiziellen Feier für den Baustart des Dorfs ein. Am Sonntag konnten wir uns also sofort ein Bild von dem Projekt machen. Auf der Feier konnten wir uns gleich nützlich machen und die Kochdamen bei der Zubereitung der Speisen für die Gäste unterstützen. Auf diese Art und Weise haben wir erfahren, was für harte Arbeit das Kochen hier ist.

Das Projekt selber unterstützt eine Selbsthilfegruppe für HIV-Infizierte Kindern, die in der kenianischen Gesellschaft oft ausgegrenzt und zudem oft vor dem Hintergrund einer Infektion der Eltern verwaist sind. Ziel des Projekts ist es, den Kindern eine Unterkunft und eine Ausbildung zu bieten. Weitere Informationen zu der Organisation „Wir helfen in Ukunda e.V.“ und zum Neema-Dorf finden alle Interessierten auf den Websiten des MSAADA und der Neema Support Group .

In den ersten Tagen dieser Woche haben wir das in Deutschland entworfene Konzept für den Schulunterricht gemeinsam mit den Lehrern vor Ort überarbeitet. Ende dieser Woche werden wir an dieser Stelle mehr darüber berichten.