Zurück in Cochabamba
Es geht los, unser Team ist in Cochabamba vollzählig! Julia ist bereits seit knapp 3 Wochen hier, um einen Sprachkurs zu absolvieren. Christoph und ich haben am Donnerstag das Quartier, das uns von der Fundacion Cristo Vive gestellt wird, in der Calle Mexico in Cochabamba bezogen.
Nachdem wir vom Flughafen abgeholt werden, haben wir nicht viel Zeit um uns an die Höhe zu gewöhnen - wir haben das Glück, dass Schwester Karoline, die Gründerin unserer Partnerorganisation Cristo Vive, gerade in Cochabamba ist. Da wir schon viel von ihr gehört haben, lassen wir uns die Gelegenheit, sie persönlich kennenzulernen, natürlich nicht entgehen. Nach dem Treffen sind wir uns einig, dass wir selten eine Person mit so viel Tatendrang und einem solchen Charisma getroffen haben. Ein motivierender Auftakt für unsere Zeit in Bolivien!
Am Freitag sind wir früh wach (dem Jetlag sei Dank), nehmen den Schwung vom gestrigen Treffen mit Schwester Karoline mit und beginnen mit der Arbeit. Zunächst stehen einige organisatorische Sachen wie z.B. SIM-Karten Kauf an. Gegen Mittag machen uns auf den Weg zum Büro von SODIS, das etwas außerhalb vom Zentrum der Stadt liegt. Elsa, die Geschäftsführerin, fangen wir gerade noch rechtzeitig vor ihrem Mittagessen ab. Sie stellt uns das neue Team vor, mit dem wir in diesem Jahr zusammenarbeiten werden. Der kompetente Eindruck des Teams stimmt uns zuversichtlich in Bezug auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.
Nachdem wir am Wochenende etwas zur Ruhe gekommen sind, müssen Julia und ich uns am Montag viele neue Gesichter und Namen einprägen. Wir beide sind das erste Mal am Instituto Tecnologico Sayarinapaj, und lernen das Gelände und die Lehrer kennen, denn in diesem Jahr wollen wir den Kurs an der Berufsschule zum zweiten Mal durchführen. Es ist immer wieder spannend, die Menschen hinter den Geschichten, Emails und Skype Gesprächen persönlich kennenzulernen. Im ersten Gespräch mit beiden Partnern stellen uns SODISund Victor, der Leiter der Berufsschule, ihre neuen Ideen für das Projekt vor: Zum einen sollen die Prototypen der Öfen für Familien in der Umgebung der Berufsschule gebaut werden, und zum anderen möchte SODIS auch einen Teil des Unterrichts nutzen, um ihr ganzheitliches Konzept vorzustellen, in dem die Öfen eine weitere Stufe auf der sogenannten „Treppe der Hygiene“ sind. Das letzte Jahr hat gezeigt, dass unser Bildungskonzept und die daraus resultierenden Öfen ein wichtiger Bestandteil dieser Treppe geworden sind. Auch wir waren fleißig: Während des letzten Jahres hat die AG in Aachen an dem Unterrichtskonzept mit den Erfahrungen aus der ersten Durchführung gefeilt und auch neue Materialien für den Lehrer erstellt.
Der Durchführung des Kurses in diesem Jahr, der am Freitag den 08. April beginnt, steht also nichts mehr im Wege. Im Gegenteil, wir freuen sehr darüber, dass die von IOG initialisierte Partnerschaft zwischen SODIS und der Schule weiterhin Früchte trägt, und beide Seiten immer enger zusammenarbeiten!
In den nächsten Wochen werden wir diesen Gedanken weiterverfolgen und zusammen mit SODIS erarbeiten, wie wir die Wirkung unserer Zusammenarbeit vergrößern und mehr Menschen erreichen können. Dabei unterstützt uns die AG Bolivien in Aachen, die in einen Workshop am 23. April neue Ideen und Strategien entwickeln wird. Wir freuen uns schon darauf, was sich in den nächsten Wochen daraus ergeben wird!
Peter, Julia & Christoph