Die ersten Ergebnisse der Ausreise
Eicke Janas
12.06.2014 21:59
Im Rahmen des Projektes war ein Team der Regionalgruppe Braunschweig Ende Mai 2014 für zwei Wochen in Togo und hat sowohl alte Abschnitte des Projektes besichtigt, als auch neue Aufgaben erkundet.
Ziel der Erkundung war es in erster Linie Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen und eine potentielle Partnerorganisation zu finden, mit der zukünftige Projekte gemeinsam durchgeführt werden sollen. Da Informationen über die Strukturen vor Ort, Beschaffungsmöglichkeiten von Material, Fachwissen und Arbeitskräfte notwendig sind, ist eine Partnerorganisation unverzichtbar. Außerdem sollen die Projekte gemeinsam mit der Bevölkerung durchgeführt werden. Die Dorfbewohner als Zielgruppe sollen geschult werden und sich mit dem Projekt identifizieren indem sie aktiv eingebunden werden.
Ein weiteres Ziel war es, herauszufinden, wo die Probleme in Bezug auf Wasser liegen. Eine Erkenntnis war, dass weniger die Quantität, als viel mehr die Qualität des Wassers ein Problem darstellt. Darüber hinaus fehlt das Wissen über die Wichtigkeit der Wasserqualität sowie die Möglichkeit diese zu beurteilen. Die Qualität wird oft nur am Geschmack festgemacht. Zum Beispiel gilt Wasser aus einer gewissen Region des Dorfes als qualitativ minderwertig, da der Boden dort salzhaltig ist und das Wasser somit salzig schmeckt. Zisternen werden in Balanka so gut wie nicht genutzt.
Es konnte während der Erkundung ein grundsätzlicher Eindruck der Situation vor Ort gewonnen werden. Von diesem Standpunkt aus soll das Projekt weitergeführt werden, um die Wassersituation in Balanka nachhaltig zu verbessern. Ein Schritt in diese Richtung wäre die Bereitstellung von Nutzwasser. Mögliche weitere Projektschritte wären somit der Bau von Zisternen. Eine weitere Überlegung ist, die Bevölkerung, vor allem die Kinder im Bereich der Wasserhygiene zu schulen. Dazu könnte ein Film gedreht werden, der über Wasserqualität und Priorisierung von Wasserquellen aufklärt.
Daneben wurde während der Erkundung eine bereits bestehende Zisterne, die bisher verschlossen war, in Betrieb genommen. Außerdem wurde ein Pumpenworkshop durchgeführt, bei dem die Dorfbewohner lernen konnten, wie ein einfaches Pumpen-System selbst gebaut werden kann.