Vermessungsarbeit in Kasala (28.9-2.10)
Tatsächlich kam es am Mittwochnachmittag endlich zu dem Treffen mit der Community. Allerdings war die Beteiligung verhältnismäßig gering. Woran das liegt, gilt es herauszufinden, teilweise liegt es sicher am Chairman Kasalas, der einen ziemlich unorganisierten Eindruck macht und ja schon mal vergessen hatte, der Bevölkerung Bescheid zu geben. Für uns bedeutet das konkret: noch mehr Zeit mit Gesprächen im Dorf verbringen, das Interesse der Bevölkerung wecken und mit möglichst vielen Leuten über das gemeinsame Projekt sprechen.
Am nächsten Tag erstellten wir einen genauen Plan von Kasala, in die Karte wurden Wasserstellen, Schulen und andere wichtige Orte eingetragen. Obwohl Kasala ein kleines Dorf ist, war es doch ziemlich zeitintensiv (und auch anstrengend) alle Wege zu durchlaufen! Aber mindestens genauso interessant.
Am Freitag (30.09) standen wieder einige Gespräche an. Zunächst mit Isaac, unserem Projektpartner (praktisch, da wir hier zusammen wohnen), dann mit den Lehrern des Hope Centres.
Am Samstag standen dann den ganzen Tag Vermessungen an. Wir hatten uns vorgenommen das Grundstück des Hope Centres auszumessen und einen detaillierten Plan zu zeichnen. Dieser wird nämlich noch sehr nützlich werden bei der Auswahl eines Standorts für die Wasserversorgung. Bei ca. 3 Hektar eigentlich kein Problem, allerdings schon wenn der Grenzverlauf nicht ganz klar ist. Aber auch diese Unklarheiten ließen sich durch Isaac klären (evtl. hat der Nachbar jetzt etwas weniger Land). Beim Messen wurden wir dann immerhin durch die Nachbarskinder tatkräftig unterstützt. Dadurch waren wir zwar nicht unbedingt schneller, aber es war spaßiger!
Beatrice, eine Mitarbeiterin von BoHU, weihte uns heute in die Kunst des Chapati-Backens ein, dem ugandischen Klassiker schlecht hin. Das gute an Chapati: er kann sowohl Teil des Frühstücks, des Mittagessens und des Abendessens sein. Meistes gibt es ihn mit Bohnen oder in Form von Rolex: Spiegelei eingerollt in Chapati.
Guten Appetit und viele Grüße,
Philip, Luise und Johannes