Die erste Woche in Paynesville, Monrovia (10.01.17)
Die Hälfte unserer Zeit in Paynesville, Monrovia ist bereits vorbei. Uns geht es hier immer noch gut. Wir haben uns schnell eingewöhnt. Unsere Gastgeberin und das Personal der Klinik haben es uns sehr einfach gemacht. Wir wurden von allen herzlich willkommen geheißen. Und nicht nur unsere Fragen werden alle geduldig beantwortet, es werden auch eigene Ideen eingebracht. Mit unserer Arbeit kommen wir daher gut voran.
Das Sanitärsystem haben wir schon vermessen und uns über mehrere Lösungsmöglichkeiten Gedanken gemacht. Dabei hat uns unsere Projektgruppe von Deutschland aus tatkräftig unterstützt. Wir liegen gut im Zeitplan, haben aber in den nächsten Tagen noch ein paar Aufgaben zu erledigen. Neben der Recherche über gängige Baumaterialien vor Ort steht auch noch ein Besuch beim deutschen Botschafter an.
Nach Feierabend haben wir zum Glück oft die Möglichkeit, das Land und die Kultur kennen zu lernen. Uns wurde viel über die bewegende und zum Teil sehr gewaltsame Vergangenheit Liberias, mit Krieg und Ebola, erzählt. Die Auswirkungen davon sehen wir jeden Tag auf der Straße. Viele Menschen sind sehr arm und leben ein einfaches Leben in kleinen Hütten ohne Strom- und Wasserversorgung. Sie haben nicht genug Geld um ihre Kinder in die Schule zu schicken. Diese müssen oft schon früh arbeiten, um ihre Familie zu unterstützen. Die Rate der Analphabeten ist dadurch sehr hoch.
Das alles macht uns traurig. Aber gleichzeitig ist es ein Ansporn, unser Projekt erfolgreich abzuschließen und so zumindest der GerLib Clinic zu helfen, die hier großartige Arbeit leistet, um die Menschen medizinisch zu versorgen.
aus Paynesville, Monrovia
Miriam und Malina