Erneuerbare Energien im Fokus: Wir bauen die Kooperation mit der Hochschule INES in Ruanda aus

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Erneuerbare Energien im Fokus: Wir bauen die Kooperation mit der Hochschule INES in Ruanda aus

Seit 2023 arbeiten wir mit dem „Institute of Applied Sciences of Ruhengeri“ (INES) in Ruanda daran, die Lehre im Bereich erneuerbare Energien auszubauen. INES ist eine praxisorientierte Hochschule, die Theorie und Anwendung verbindet.  

Ruanda hat sich entschlossen, die Elektrifizierung des Landes in den kommenden Jahren vorrangig durch erneuerbare Energien voranzutreiben. Bisher spielte die Photovoltaik dabei noch eine untergeordnete Rolle. Ruanda plant, in den nächsten 1–2 Jahrzehnten seinen Energiebedarf verstärkt aus erneuerbaren Quellen zu decken. Damit wächst der Bedarf an Ingenieur*innen, die erneuerbare Energiesysteme entwerfen und anwenden können.  

Eine wichtige Rolle dabei spielt INES in der nördlichen Provinz Ruandas. Die 2003 gegründete Hochschule ist auf praxisorientierte Ausbildung spezialisiert und bietet derzeit 16 Bachelor- und 7 Masterprogramme in den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik, Wirtschaft, Recht und weiteren Fachrichtungen an. Seit Kurzem baut INES einen neuen Fachbereich für erneuerbare Energien auf. 

Hier kommen wir ins Spiel: Als technische Berater*innen unterstützen wir den Aufbau des neuen Fachbereichs für erneuerbare Energien. Seit 2023 stehen wir in engem Austausch mit den Professor*innen von INES – in regelmäßigen Online-Treffen stimmen wir Workshops, Schulungsmaterialien und die Ausstattung des geplanten Photovoltaik-Labors ab. 

Ein besonderes Highlight unserer Zusammenarbeit ist unsere Mikro-Wasserturbine „Water is Light (WiL)“, die von unserer Regionalgruppe Regensburg entwickelt und bereits erfolgreich in Kamerun eingesetzt wurde. Künftig soll sie auch in Ruanda genutzt werden, um Studierenden praxisnahe Erfahrungen im Bereich Kleinstwasserkraft zu ermöglichen. 

Langfristig sollen weitere Themen wie Regenwassernutzung und nachhaltige Abfallwirtschaft hinzukommen. Ziel ist es, nicht nur eine praxisorientierte Ausbildung zukünftiger Ingenieur*innen aufzubauen, sondern auch Anwendungsprojekte im ländlichen Raum zu ermöglichen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Ruanda und zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort. 

Aktuell ist ein Projektteam aus unserer Regionalgruppe Freiburg für mehrere Wochen vor Ort. Sie führen Photovoltaik-Schulungen für Dozierende sowie einen PV-Workshop für Studierende durch und unterstützen die Hochschule bei der Planung und Ausstattung des neuen Labors. 

Das gemeinsame Ziel ist es, Studierende gezielt auf die wachsenden Anforderungen im Energiesektor vorzubereiten und damit die geplante Energiewende des Landes zu unterstützen. Mit dieser Kooperation leisten wir gemeinsam mit dem INES einen wichtigen Beitrag zur praxisnahen Ingenieurausbildung und zur nachhaltigen Energieversorgung Ruandas.  

Mehr Informationen zu unseren gemeinsamen Projekten mit dem INES finden Sie hier: https://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de/unsere-arbeit/projekte/rwa-iog17 und hier: https://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de/RWA18FE 

PV-Unterricht
Unterricht zu PV
WIL-Team an der INES
Analyse des WIL Teams INES
WIL Team bei der Suche nach einem Standort
WIL Team und Projektteilnehmer*innen