Rund 25 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gleichzeitig verschärft die Klimakrise die Wasserknappheit weltweit, während in vielen Regionen das Grundwasser bereits durch unzureichende Sanitärsysteme verunreinigt ist. Vor diesem Hintergrund gewinnen umweltfreundliche Sanitärlösungen zunehmend an Bedeutung.
Eine besonders nachhaltige Lösung sind Trockentrenntoiletten (UDDTs). Sie kommen vollständig ohne Wasser aus und belasten, anders als herkömmliche Sanitärsysteme, das Grundwasser nicht. Urin und Fäkalien werden direkt bei der Nutzung getrennt. Nach entsprechender Behandlung können die entstehenden Stoffe als Dünger weiterverwendet werden. So wird nicht nur die Verschmutzung von Wasserressourcen verhindert, sondern zugleich eine lokale, kostengünstige und ökologische Düngerproduktion ermöglicht, die zur Steigerung landwirtschaftlicher Erträge beiträgt.
Aus diesen Gründen setzen wir in vielen unserer Projekte gezielt auf den Bau von Trockentrenntoiletten. Ein aktuelles Beispiel ist unser Projekt „Toilettenbau an Tonkolilis Grundschulen“ in Sierra Leone, das wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Madam realisieren.
Gerade ist ein vierköpfiges Ausreiseteam vor Ort. Während frühere Projektphasen bereits mehrere Schulen in der Region mit Trockentrenntoiletten ausgestattet hatten, liegt der Fokus dieses Einsatzes auf einer Grundschule im Ort Mamuri, die von etwa 300 Schüler*innen besucht wird. Dort bestand die bestehende Sanitärinfrastruktur aus stark baufälligen Grubenlatrinen, die kaum nutzbar waren und das Grundwasser gefährdeten. Im Rahmen der Reise haben wir die Installation von Trockentrenntoiletten fertig gestellt.
Außerdem bereiten wir die Einführung von Trockentrenntoiletten für Privathaushalte im Tonkolili‑Distrikt vor. In Workshops vor Ort werden gemeinsam Prototypen entwickelt und anschließend in ersten Haushalten umgesetzt – ein wichtiger Schritt, um nachhaltige Sanitärversorgung auch über Schulen hinaus langfristig zu etablieren.
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