Implementierungsreise, 2. Bericht

29.02.2016 // 22:34

Zweiter Reisebericht unserer Implementierungsreise nach Bamenda/Kamerun

Insgesamt liegen wir zeitlich im Plan. Die Tagespläne der einzelnen Gruppen wurden weitgehend eingehalten und Kontakte außerhalb der Schule wurden auch schon geknüpft.

Die geplanten Schulungen wurden von Mittwoch bis Freitag weitergeführt, mit besonders zu erwähnenden Erfolgen, dass bis zum Ende der Woche eine komplette Turbine mit allen Bauteilen vom Mechanikteam fertiggestellt werden konnte. Diese kann jetzt ab Montag vom Elektronikteam, das auch in dieser Woche mit allen Vorbereitungen fertiggeworden ist, verkabelt werden.

 

Tag6

Team Mechanik konnte trotz kleiner Schwierigkeiten schon  einige Teile fertigstellen

Team Elektronik kommt generell sehr gut und schneller als erwartet voran, was vor allem auch daran liegt, dass der kamerunische Partner ausgezeichnete Vorkenntnisse hat. Kleinere Programmierungsprobleme konnten allesamt schnell gelöst werden, die benötigten Programme laufen bisher allerdings alle nur auf dem mitgebrachten Laptop und nicht auf den Computern der Schule.

Team Installation hatte die mitgebrachte Turbine am Wasserfall erstmals installiert, allerdings ergab sich ein Verschmutzungsproblem und es war nicht genug Wasser vorhanden. So fuhr das Team wieder zurück und besprach die ersten Lösungsvorschläge.

Team Marketing

Der für die Bamenda-Region Delegierte des Ministry of Water Resources and Energy und die für Elektrifizierung zuständige Mitarbeiterin wurden besucht. Beide waren sehr angetan vom Projekt und das Team bekam die Zusage, vom Ministerium statistische Daten zum Thema (insbesondere Nationaler Plan zur Elektrifizierung ländlicher Gebiete, Datenbank mit allen Wasserfällen der Region etc.) zu bekommen. Diese sollen bis zum darauffolgenden Montag zusammengestellt werden.

 

Tag7

Team Mechanik

Aufgrund eines personell eingeschränkten Teams auf beiden Seiten (Krankheitsbedingter Ausfall und Lehrerverpflichtungen), wurde weniger geschafft, als das Team sich für diesen Tag vorgenommen hatte. Da am vorherigen Tag allerdings so gut vorgearbeitet wurde, konnte der Stator fertiggestellt werden.

Team Elektronik schaffte es, insgesamt 3 Teile fertigzustellen und zu testen, alle funktionierten ohne Probleme.

Team Installation war erneut am Wasserfall, an dem die Turbine installiert werden soll. Dort wurde das Flussbett gereinigt, um den Wasserfluss zu erhöhen bzw. zu vermeiden, dass zu viel Wasser versickert. Außerdem wurde ein Trash Rack (Gitter, das die Verschmutzung des Wassers, das an die Turbine gelangt, vermeiden soll) konstruiert, dies soll allerdings nur eine kurzfristige Lösung sein, da langfristig ein selbstreinigender Coanda-Rechen installiert werden soll.

Team Marketing hat an diesem Tag Einladungen für den Open Day in der kommenden Woche verteilt. Ausserdem wurde im Hotel Internetrecherche betrieben, wobei auf eine in Bamenda ansässige kamerunische NGO gestoßen wurde, die sehr aktiv im Bereich erneuerbare Energien ist (Wasser, Wind, Biomasse, Solar) – mit dieser soll bald möglichst ein Termin vereinbart werden.

 

Tag8

Team Mechanik gelang es an diesem Tag, eine komplette Turbine mit allen Bestandteilen fertigzustellen und zusammenzubauen. Abgesehen von kleineren Problemen während der Teilefertigung lief der Tag, wie schon die ganze Arbeitswoche, reibungslos und die Turbine konnte sogar früher als erwartet fertiggebaut werden. Das Team zeigte sich beeindruckt von den Fertigkeiten eines Professors und eines Studenten an der Drehmaschine und startete mit diesen Positiverlebnissen entspannt und zuversichtlich für die nächste Woche in das Wochenende.

Team Elektronik

Alle teile wurden fertiggestellt, von Fehlern befreit, die Microchips wurden programmiert und getestet. Somit ist die komplette Elektronik für die vom Team Mechanik gebaute Turbine vorbereitet und kann am Anfang der nächsten Woche eingebaut werden. Außerdem hat das Team es endlich geschafft, die benötigte Software für die Programmierung der Microchips auf einem Stick zu speichern, der der Schule zur Verfügung gestellt wurde, und die Programme schon auf einem Schulcomputer zu installieren.

Team Installation

Erneut fuhr das Team zum Wasserfall und testete, ob die Reinigung des Flussbettes eine Verbesserung des Wasserflusses zur Folge hatte. Dies war eindeutig der Fall, nichtsdestotrotz bleibt es fraglich, ob bis zum Beginn der Regenzeit am 15. März genug Wasser zum Betreiben der Turbine mit voller Leistung von 250 Watt möglich ist. Daher ist für nächste geplant, einen Einsatz für die Turbine zu bauen, damit sie weniger Wasser benötigt. Mit diesem Einsatz könnte die Turbine in der Trockenzeit mit weniger Leistungsfähigkeit weiterbetrieben werden, der Einsatz könnte dann in der Regenzeit entfernt werden.

Team Marketing

Es wurde ein Termin mit der in Bamenda ansässigen NGO SHUMAS (Strategic Humanitarian Services) für kommenden Mittwoch vereinbart. Mit dem Termin am Montag bei einer anderen NGO Acrest, mit der die Regionalgruppe schon länger in Kontakt steht, wurde eine gute Grundlage für die Informationssammlung für die Marktanalyse in der kommenden Woche geschaffen. Außerdem wurden weiterhin offizielle Stellen zum Open Day in der nächsten Woche eingeladen.

 

Tag9

Für den Samstag hat sich der Schulleiter ein volles Tagesprogramm für uns ausgedacht. Mit dem Bus ging es zu einem Dorf, das ca. 3 Stunden von Bamenda entrfernt liegt. Dor wurde des jährliche Kulturfestival der Region besucht. Es wurden traditionelle Tänze und Gesänge aufgeführt und aus Naturmaterialien gefertigte Kostüme wurden präsentiert.

 

Tag10

Am Sonntag begleiteten einige Teammitglieder Mr. Ephraim, unseren kamerunischen Koordinator, in seine Kirchengemeinde zum Gottesdienst. Die restlichen Teammitglieder blieben vormittags im Hotel und erledigten kleinere administrative Aufgaben für das Projekt. Neben der Fertigstellung des Wochenberichts und Abrechnungsangelegenheiten schrieben wir Anfragen an verschiedene Online-Shops, bei denen wir Turbinenteile bestellt hatten, die es in Kamerun nicht zu kaufen gibt, und fragten an, ob die Möglichkeit einer Lieferung dieser Materialien nach Kamerun bestünde – in diesem Fall wäre eine komplett eigenständige Materialbeschaffung durch die kamerunischen Partner möglich.