Tansania: ENAGY for Makete – Energy and Agriculture Youth Education for Makete

ENAGY for Makete

Tansania: ENAGY for Makete – Energy and Agriculture Youth Education for Makete

Aufbau einer effektiven Feldbewässerung durch PV-Pumpensysteme, sowie Elektrifizierung von Unterkünften für ein Jugendweiterbildungscamp im Lupila Ward, Makete Distrikt.

Partnerorganisation:
PASEP (People`s Alliance for Social and Environmental Protection)
Projektphase:
  • Planungsphase
  • Umsetzungsphase
  • Abgeschlossen
Planungs­phase
Umsetzungs­phase
Abge­schlossen
Gesamtbudget:
ca. 50.000,00 Euro
Standort:
Tansania
Projektzeitraum:
Themen:
Erneuerbare Energien
Wasser- und Sanitärversorgung
Nachhaltigkeitsziele:
(SDGs der UN)
Projektleitung:
Jonas Jeckstadt, Robin Reinking
ENAGY for Makete

Ausgangssituation

Der Lupila Ward im Makete Distrikt ist Teil der abgelegenen ländlichen Regionen von Tansania, die noch nicht an das Hauptstromnetz des Landes angeschlossen sind. Vielen jugendlichen Dorfbewohner*innen fehlt eine Perspektive für ihre berufliche Entwicklung. Die Gründe dafür sind u. a. ein fehlender Zugang zu Elektrizität, ein eingeschränktes Bildungsangebot, fehlende Ausstattung der Bildungseinrichtungen, schlechte Lernumgebungen und Armut. Da die Bevölkerung vom Makete Distrikt hauptsächlich von Subsistenzwirtschaft lebt, helfen viele Jugendliche auf den Feldern, was ihre Lernzeit begrenzt. So sind in der Region – trotz des hohen Potentials für die landwirtschaftliche Nutzung vieler Flächen – nur wenige Menschen außerhalb der Subsistenzwirtschaft beschäftigt oder selbständig tätig.

ENAGY for Makete

Projektbeschreibung

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation PASEP soll ein Weiterbildungscamp aufgebaut werden. Dort wird Jugendlichen das Erlernen von Fertigkeiten aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft ermöglicht. Zudem werden die Grundlagen erneuerbarer Energien vermittelt. Ingenieure ohne Grenzen e.V. unterstützt dabei mit einem Photovoltaiksystem, zur effektiven Feldbewässerung durch Pumpen, sowie mit der Elektrifizierung mehrerer Unterkünfte, um den Jugendlichen ein besseres Lernumfeld zu schaffen. Dabei erlernen die Jugendlichen auch durch Workshops den Umgang mit der bereitgestellten Technik und deren Wartung. Das Projekt schafft soziale und wirtschaftliche Perspektiven und kann damit als Beispiel für andere Wards dienen. 

ENAGY for Makete

Aktueller Stand

Aktuell befinden sich sieben Jugendliche im Camp, die in einer bereits fertigen Hütte leben. Eine weitere Hütte wird derzeit gebaut. Momentan werden die Jugendlichen von Kartoffeln und Salat der eigenen Farm versorgt, weitere Nahrungsmittel werden von anderen Farmen aus der Umgebung bezogen. Sobald die gepflanzten Bohnen und Maispflanzen bereit für die Ernte sind, wird fast die komplette Verpflegung von der Farm sichergestellt. Zurzeit unterstützt ein Mitglied von PASEP die Jugendlichen vor Ort. Momentan sind wir in regelmäßiger Absprache mit PASEP und verschiedenen Akteuren und Organisationen der Region, um offene Fragen zu klären, Bedürfnisse besser zu verstehen und eine gute Wissensgrundlage auf allen Seiten zu schaffen. Die Erkundung wird aufgrund der Covid-19 Pandemie remote ablaufen.

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Blog-Beiträge zum Projekt

Erkundung (technischer Teil)

In den letzten Monaten hat sich die Technikgruppe unseres Projektes mit dem technischen Teil der Erkundung befasst. Dabei wurden die Gegebenheiten vor Ort inhaltlich begutachtet, um so Maßnahmen für eine verbesserte Strom- und Wasserversorgung und eine erhöhte Produktivität der landwirtschaftlichen Anbauflächen abzuleiten. Außerdem wurde neben einer Bestandsaufnahme auch die Machbarkeit von verschiedenen Lösungen bewertet.

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Erkundung (nicht technischer Teil)

In den letzten Monaten hat sich die Koordinationsgruppe unseres Projektes mit dem nicht-technische Teil der Erkundung befasst. Das vorrangige Ziel war es die Bedürfnisse und Interessen der beteiligten Akteur*innen genauer zu präzisieren und auszuwerten. Unser Hauptaugenmerk lag dabei auf den Perspektiven der Jugendlichen nach dem Verlassen des Weiterbildungscamps. Es sollte ermittelt werden, ob unser Projekt dazu beitragen kann, die Situation der Jugendlichen dauerhaft zu verbessern. Die Erkundung war für uns eine besondere Herausforderung, da wir aufgrund der aktuellen pandemischen Lage nicht selbst vor Ort seien konnten. Für die Aufgaben die im Projektgebiet ausgeführt werden mussten, haben wir deshalb Unterstützung von unserem Projektpartner PASEP erhalten.

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Interner Workshop zur Wirkungsfindung

Ein Projekt in der Entwicklungszusammenarbeit ist nur so gut wie die Wirkung, die es erzielt.  Reine Maßnahmen wie der Bau eines Brunnens sind nicht wirklich erfolgreich, solange nicht ein diskriminierungsfreier Zugang zu diesem gewährleistet werden kann. Deshalb wollen wir uns in der Energiegruppe bereits von Anfang an mit den Wirkungszielen für unserer aktuelles Projekt befassen.

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Vorstellung der Projektgruppe

Im Zeitraum um den Jahreswechsel herum haben wir uns als Energiegruppe nach einer spannenden Projektfindungsphase endlich auf ein Projekt festlegen können. Nach mehreren Treffen und einer ausführlichen Pro- und Contra Diskussion ist die Entscheidung auf ein Projekt zur Unterstützung der Errichtung eines Jugendweiterbildungscamps im Hochland von Tansania gefallen. Zusammen mit dem Projektpartner PASEP (People's Alliance for Social and Environmental Protection) wollen wir das Projektziel bis Anfang 2023 umsetzen. Das bedeutet im Detail zum einen den Aufbau einer effektiven Feldbewässerung durch PV-Pumpensysteme, sowie zum anderen, die Elektrifizierung von Unterkünften für ein Jugendweiterbildungscamp umzusetzen. Das Jugendweiterbildungscamp befindet sich im Lupila Ward, welches zum Makete Distrikt von Tansania zugeordnet ist. Auf Grund der abgelegenen Lage ist unser Projekt im Programm „Infrastruktur für ländlichen Gemeinden“ angesiedelt. 

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