Kampagne: Global Education Week

Global Education Week

Die globale Entwicklungsagenda Sustainable Development Goals (SDGs) wurden von den UN-Mitgliedsstaaten gemeinsam entwickelt, um eine nachhaltige Entwicklung der Welt auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene zu forcieren.

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Im Zentrum einer nachhaltigen Entwicklung steht der Mensch, dessen Menschenrechte geachtet werden sollen. Ein zentrales Menschenrecht ist das Recht auf Bildung. Dieses wird in der UN-Entwicklungsagenda in Ziel 4 aufgegriffen und spezifiziert: Ziel ist es, für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherzustellen. Das heißt, dass jedes Kind das Recht auf Schulbildung hat und jeder Erwachsene das Recht darauf, seine Lernbedürfnisse zu befriedigen – ein Leben lang.

 

Ingenieure ohne Grenzen e.V. engagiert sich auf vielfältiger Weise in diesem Kontext, um einen Beitrag zur Erreichung dieses Zieles zu leisten. Anlässlich der Global Education Week vom 19. bis 25. November 2018 möchten wir einen Einblick in unser Engagement im Sinne der Bildungsziele geben.

Bildungschancen durch Grundversorgung an Schulen

Auch für Ingenieure ohne Grenzen sind Bildung und lebenslanges Lernen der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung und stehen im Zentrum unserer Aktivitäten. Unsere Auslandsprojekte finden zu einem Großteil an Schulen im Globalen Süden statt. Durch die ingenieurstechnische Grundversorgung von Schulen mit sauberem Wasser, Latrinen oder Licht verbessern wir die Lernbedingungen von Schüler*innen, damit ihren Lernerfolg und schlussendlich ihre Chancen auf ein erfolgreiches Berufsleben.

Nachhaltigkeit durch Ausbildung lokaler Techniker

Eine wichtige Komponente unserer Auslandprojekte ist die Qualifizierung von lokalen Technikern und der lokalen Bevölkerung. Unser Anspruch ist es, sie in die Lage zu versetzen, die Projekte selbstständig weiterführen zu können und Anlagen, wie bspw. Solarpanel oder Zisternen selbst warten und ggf. reparieren zu können.

Hochwertige Projekte durch Weiterbildung ehrenamtlich Engagierter

Im Inland qualifizieren wir unsere Ehrenamtlichen fachlich und methodisch. Um qualitativ hochwertige und nachhaltige entwicklungspolitische Projekte der Grundversorgung im Globalen Süden umzusetzen, benötigen die Projektteams neben ingenieursspezifischen Fachwissen zudem zwingend Kenntnisse und Fähigkeiten in partizipativer Projektplanung, Wirkungsorientierung und interkultureller Kommunikation. Diese vermitteln wir in Wochenend-Workshops. Ebenso wie an Entwicklungskontexte angepasste ingenieursspezifische Fachkenntnisse, z.B. zu dezentralen Solarprojekten oder Wasserproben im Feld. Eine gezielte Vorbereitung auf den Auslandseinsatz rundet das Weiterbildungsangebot von Ingenieure ohne Grenzen ab.

Ingenieure ohne Grenzen Challenge - Sensibilisierung für globale Zusammenhänge an Universitäten

Neben der Verankerung vieler ehrenamtlicher Regionalgruppen an deutschen Hochschulen und Universitäten sind wir mit der Ingenieure ohne Grenzen-Challenge auch auf dem Lehrplan einiger Studierenden. In dem Lehrformat Die bekommen Studierende die Möglichkeit an den Herausforderun­gen des 21. Jahrhunderts: Globalisierung, Klimawandel und soziale Ungleichheit zu arbeiten. An realen Prob­lemstellungen aus dem Alltag von Ingenieure ohne Grenzen, lernen sie Ideen und Konzepte zu bearbeiten und tragen so zur Entwicklung von benachteiligten Regionen in Ent­wicklungsländern bei. Mehr dazu in einem kurzen Erklärvideo der RWTH Aachen.

Integration durch Fachsprachkenntnisse

In Deutschland vermittelt Ingenieure ohne Grenzen Geflüchteten Fachsprach- und Technik-Kenntnisse. Diese helfen ihnen den Berufseinstieg zu meistern und an der Gesellschaft teilzuhaben. Die mehrschichtigen Angebote aus Workshops zu Fachsprache, praktischer Anwendung und interkultureller Kommunikation werden im Programm „Integration Heißt Gemeinsam – Vielfalt. Sprache. Technik.“ gebündelt. 2018 gab und gibt es Projekte in acht Städten Deutschlands, die sich in zwei Bereiche clustern:

  • Kombination aus Fachsprache und technischen Praxisworkshops, u.a. zu dezentraler Energieversorgung, erneuerbaren Energien/Wind- und Solarkraft
  • Interkulturelle Kommunikation mit deutschen und geflüchteten Schüler*innen
  • Fachliche Begleitung von Berufsschüler*innen in technischen Ausbildungsberufen

Unsere Bildungs-Projekte:

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Interkultureller Austausch für Menschen im besten Alter

Integration heißt gemeinsam

Wir wollen Menschen im besten Alter aus zugewanderten oder geflüchteten und aus deutschen Familien zusammenbringen, um sich auszutauschen, sich durch ihre Fähigkeiten gegenseitig bereichern, zusammen zu kochen, zu gärtnern, zu lernen, zu spielen – kurz: gemeinsam teilzuhaben am Leben in Dresden.

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Lernhilfe ohne Grenzen in München

Integration heißt gemeinsam

Das Projekt bietet Nachhilfe in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern und dient der Unterstützung Geflüchteter um die erfolgreiche Integration in das Arbeitsleben in Deutschland zu erleichtern.

 

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